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Apotheke

Krankenhäuser der Maximalversorgung, wie die Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH, betreiben eine eigene Krankenhausapotheke, um die Versorgung zum Wohle der Patienten des Krankenhauses unter qualitativen und wirtschaftlichen Gesichtpunkten sicherzustellen.

Aufgrund dieser Aufgabenstellung erfolgt über die Klinikapotheke keine Versorgung der Öffentlichkeit.

Tätigkeitsfelder

  • Versorgung der Stationen und Teileinheiten
  • Herstellung von Arzneimitteln
  • Kommissionsarbeit
  • Projektmanagement und Projektarbeit in interdisziplinären Projekten
  • Einkauf und Logistik
  • Information und Dokumentation
  • Ausbildung von Lehrlingen
  • Stationskontrollen zur Einhaltung der Arzneimittelgesetzgebung auf der Station
  • Versorgung von Ambulanzen am und im Krankenhaus
  • Verkauf an das hauseigene Personal
  • Mitgestaltung des Arzneipflanzengartens im Eingangsbereich des Klinikums

Versorgungsumfang

Die Apotheke des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums versorgt neben den eigenen Kliniken an den Standorten Neubrandenburg, Altentreptow und Malchin folgende Einrichtungen:

  • die Bethesda Klinik
  • das Krankenhaus Demmin
  • das DRK Krankenhaus Neustrelitz
  • das DRK Krankenhaus Teterow
  • die Luzin Klinik Feldberg
  • die Klink am Haussee Feldberg
  • den Rettungsdienst Neubrandenburg

Im Falle einer Pandemie ist es die Aufgabe der Apotheke des Klinikums Neubrandenburg zusammen mit den Apotheken des Universitätsklinikums Greifswald, des Südstadtklinikums Rostock, des Universitätsklinikums Rostock und des Helios-Klinikums Schwerin die ggf. benötigten Arzneimittel herzustellen. Im Falle einer Pandemie verursacht durch der Erreger der Vogelgrippe (H5N1), wird die Apotheke Tamiflu im großen Umfang als Lösung herstellen.

Versorgungsspektrum

Das Versorgungsspektrum der Krankenhausapotheke umfasst neben den Arzneimitteln:

  • Infusionslösungen
  • Labordiagnostika
  • Desinfektionsmittel
  • medizinische Gase (Sauerstoff, Lachgas, CO2 etc.)
  • ausgewählte Verbandstoffe
  • und weitere Produkte des medizinischen Bedarfs (z.B. mit Medikamenten beschichtete Stents).

Außer der Versorgung des Krankenhauses mit industriell gefertigten Arzneimitteln und medizinischen Produkten, betreibt die Apotheke der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH eine intensive Eigenherstellung von Arzneimitteln, die nicht von der Industrie geliefert werden.

Auf Grund der modernen Ausstattung der Herstellungsabteilung können auch sterile Zubereitungen zur Anwendung am Auge, zur Injektion oder Infusion hergestellt werden.

Es werden Salben, Lösungen, Pulver, Zäpfchen, Augentropfen, Injektionslösungen sowie andere Arzneiformen auf Anforderung der behandelnden Ärzte, auf Grundlage von Krankenhausstandards und allgemein gültigen Herstellungsvorschriften gefertigt und hinsichtlich Ihrer Qualität geprüft.

Sofern für die Herstellung einer individuellen Rezeptur keine Vorschriften existieren, werden diese durch die Apotheke auf Basis des aktuellen Wissens zusammen mit den Ärzten entwickelt.

Zur Qualitätssicherung der Ausgangsstoffe werden diese im apothekeneigenen Labor auf Identität, Reinheit und Gehalt geprüft.

Eine immer größere Bedeutung nimmt die patientenbezogene Herstellung von Zytostatika (Mittel zur Krebstherapie) ein. Dabei werden individuelle Parameter des Patienten (Laborwerte, Geschlecht, Alter und das Körpergewicht berücksichtigt), um die Verträglichkeit der Therapie für den Patienten zu verbessern.

Die Herstellung dieser Zubereitungen erfolgt in eigens dafür eingerichteten Räumen unter keimfreien (sterilen) Bedingungen.

Kommissionsarbeit

Gemeinsam mit den Ärzten der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH, sowie den Ärzten der von ihr versorgten Einheiten, legt die Apotheke die für die Therapie der Patienten notwendigen Medikamente nach wirtschaftlichen und insbesondere unter Berücksichtigung aktuellen medizinischen Wissens im Rahmen regelmäßig stattfindender Arzneimittelkommissionen fest, um die Qualität der medikamentösen Versorgung sicherzustellen.

Die Apotheke unterstützt die Ärzte bei der Erstellung von Therapieleitlinien (beispielsweise zur Behandlung von Bakteriellen Infektionen oder zur enteralen und parenteralen Ernährung von schwerkranken Patienten).

Die Apotheke ist Mitglied der Hygienekommission und bringt Ihr Fachwissen ein.

Einkauf und Logistik

Die Klinikapotheke ist für den rationellen Einkauf der in Ihrem Aufgabenbereich liegenden Artikel verantwortlich.

Im Gegensatz zu öffentlichen Apotheken werden die Preise für die im Krankenhaus benötigten Arzneimittel direkt mit der Industrie verhandelt und von dort bezogen. Daraus ergibt sich für die Krankenhausapotheke eine erhebliche Verantwortung für den wirtschaftlichen Einkauf der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH.

Die Apotheke ist dafür verantwortlich, das die für die Behandlung der Patienten notwendigen Medikamente immer in einer ausreichenden Menge vorhanden sind. Deshalb ist der Vorrat immer so bestimmt, das dieser mindestens eine 14-tägige Versorgung abdeckt.

Die Apotheke stellt sicher, dass immer die von den Stationen angeforderten Medikamente in der richtigen Zeit und der richtigen Menge an den richtige Ort sind und damit auch dem Patient appliziert werden können. Dieser Vorgang wird durch verschiedene Maßnahmen von der Apotheke gesteuert.

Information und Dokumentation

Die Krankenhausapotheke im Klinikum Neubrandenburg hat die Aufgabe die Ärzte und das Pflegepersonal zu beraten und damit dazu beizutragen, die Behandlung der Patienten unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Wissenschaft zu gewährleisten.

Ärzte und Pflegepersonal können in der Apotheke Informationen zu allen Arzneimitteln und medizinischem Verbrauchsmaterial erhalten. Zu diesem Zweck führt die Apotheke eine Dokumentation in der aktuelle Informationen gesammelt und auf Abruf zur Verfügung gestellt werden.

Im Bedarfsfall führt die Apotheke für die Ärzte der Klinikums Literaturrecherchen durch. Dabei bedient sich die Apotheke der aktuellen Literatur und führt Internet- und Datenbankrecherchen durch.

Ausbildung von Lehrlingen, Praktika

Jedes Jahr befinden sich drei Lehrlinge in Ausbildung zur Pharmazeutisch Kaufmännischen Angestellten (PKA), die nach drei Jahren abgeschlossen ist. Auf Grund dieses Stellenplans kann jährlich ein neuer Lehrling in der Apotheke ausgebildet werden. Die Ausbildung der PKA erfolgt in Zusammenarbeit mit einer öffentlichen Apotheke, in welcher der Lehrling in zwei vierwöchigen Praktika seine dortigen Aufgabengebiete kennen lernt.

Die Apotheke bietet Pharmaziestudenten die Möglichkeit vier Wochen ihrer achtwöchigen Famulatur in der Apotheke der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH durchzuführen. Darüber hinaus bietet die Apotheke Pharmaziestudenten an, bei Interesse freiwillige Praktika abzuleisten.

Durch ihre Leistungen trägt die Apotheke Teil zur optimalen Versorgung der Patienten und des wirtschaftlichen Erfolges des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg bei.

Stand 02.01.2017