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Haus A - Umbau der Sanitäreinheiten

Im Januar 2016 beginnen vorbereitende Arbeiten für den Umbau der Sanitäreinheiten in Haus A. Belastungen für die Patienten und Mitarbeiter in Haus A vor allem durch Baulärm und räumliche Einschränkungen sind leider nicht gänzlich zu vermeiden. Auch andere Kliniken werden durch die Einschränkungen der Bettenkapazitäten in Haus A um in der Spitze 30 Betten berührt werden. In Anbetracht der deutlichen Verbesserung der Unterbringungsqualität für die Patienten durch die Maßnahme bitten wir alle Betroffenen um Verständnis und Unterstützung.

Gegenwärtig sind die Patientenzimmer in Haus A mit außerhalb der Zimmer liegenden Duschen und Toiletten, sowie die Stationen mit behindertengerechten Toiletten und Stationsbädern ausgestattet. Diese Ausstattung entsprach Anfang der 90-er Jahre den Architekturstandards und war auf das durchschnittliche Patientenalter zu diesem Zeitpunkt abgestimmt.

Neben der Weiterentwicklung der Sanitärtechnik, die uns heute natürlich deutlich mehr Möglichkeiten bietet und den gestiegenen Komfortansprüchen der Patienten, müssen wir uns vor allem damit auseinandersetzen, dass unsere Patienten im Durchschnitt immer älter und damit in Ihren Bewegungsmöglichkeiten immer mehr eingeschränkt sind.

Durch die Umgestaltung der Sanitäreinheiten, wobei nun jedes Zimmer eine eigene aus dem Zimmer zugängliche Badzelle mit Dusche, WC und Waschtisch erhält, gewinnen wir in erster Linie Platz und damit Bewegungsfreiheit.

Die Sanitärzellen werden - so weit in der vorhandenen Bausubstanz möglich - barrierefrei, für Rollstuhlfahrer zugänglich ausgebaut. Die Duschen sind zum Beispiel bodengleich und die hängend montierten WC’s möglichst hoch montiert, um nur einige Details zu nennen. Es sind jedoch diese Details, wie farblich hervorgehobene Haltegriffe und Bedienelemente, die für die selbständige Bewältigung des Patientenalltags von besonderer Bedeutung sind.

Auch die Pflegesituation verbessert sich durch die Einrichtung der neuen zimmerbezogenen Sanitäreinheiten deutlich. So wird es durch die neue Sanitäranlage - bodengleiche Dusche und Sanitärhocker- für die Pflegekräfte möglich, pflegebedürftige Patienten wesentlich individueller und schonender bei der persönlichen Körperpflege zu unterstützen. Die individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Patienten können so mobilisierend in die Pflege einbezogen werden. Und natürlich ist diese Situation auch für die Pflegenden deutlich weniger körperlich anstrengend als die Wäsche eines Patienten z.B. im Bett oder in einer Badewanne.

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Verbesserung nicht ohne Aufwand erreicht werden kann. Dieser ist offensichtlich zunächst finanzieller Natur. Dabei unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern die Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH entsprechend dem Landeskrankenhausgesetz mit einer Festbetragsfinanzierung von 2 Millionen Euro.

Die Baumaßnahme stört jedoch auch wie eigentlich jede Baumaßnahme im Krankenhaus den regulären Betrieb und stellt uns vor besondere Herausforderungen, die Patienten vor Staub und soweit möglich vor den Belastungen durch die Geräusche einer Baustelle zu schützen. Aufgabe des Hauptbereiches Bau und Technik in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene ist dabei die Begrenzung der unvermeidbaren Störungen auf das absolut Notwendige.

Für den Umbau sind jeweils Bauabschnitte aus je 5 übereinanderliegenden 1 bzw. 2 Zimmern pro Etage geplant. Die Bauabschnitte werden durch die betroffenen Sanitärschächte vorgegeben.

Eine der bautechnischen Besonderheiten in Haus A ist die massive Bauweise mit gemauerten Wänden aus Kalksandsteinen. Diese durchaus mit Vorteilen verbundene Bauweise ist für Umbauten naturgemäß eher ungeeignet. Leider verhindert diese Bauweise auch den einfachen Blick in die Versorgungsschächte, so dass die Planer nicht in Gänze sicher sein können, welchen Zustand sie bei Umbauten vorfinden werden. Um für die eigentliche Baumaßnahme eine größtmöglicher Belastbarkeit der Planung, insbesondere Terminsicherheit gewährleisten zu können, werden daher ab Januar die Arbeiten an einem einzelnen vorgezogenen Bauabschnitt mit 5 Zweibettzimmern, sowie weiteren Einschränkungen im Bereich A12 zur Erprobung der geplanten Technologien durchgeführt. Nach diesem ersten Bauabschnitt wird es zunächst noch einmal eine zeitliche Unterbrechung der Arbeiten geben, da alle gewonnenen Erkenntnisse in die Ausschreibungen eingearbeitet werden müssen, z.B. werden dann Abbruchtechnologie und Anzahl der erforderlichen Handwerker und Maschinen ausdrücklich festgeschrieben. Die kontinuierliche, sich dann zyklisch wiederholende Baumaßnahme beginnt im Sommer 2016.

Der Krankenhausbetrieb wird durch die Umbauten nicht eingeschränkt, andere Projekte, wie z.B. die Erweiterung des Zentrums für Ambulantes Operieren werden entsprechend zeitlich auf dieses Bauvorhaben abgestimmt. Die kooperative Zusammenarbeit der Kliniken der Diakonie Klinikum Dietrich Bonhoeffer GmbH bietet Gewähr, dass auch während der Bauzeit immer ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen werden. Das eine oder andere Dienstzimmer wird jedoch während der Bauphase umziehen müssen.

In Anbetracht der deutlichen Verbesserung der Unterbringungsqualität für die Patienten durch diese Maßnahme bitten wir alle Betroffenen um Verständnis und Unterstützung.

Stand 19.01.2016