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„Flaggschiff“ des Klinikums wird gründlich auf Kiel gelegt

So geht medizinischer Fortschritt: Die neue Intensivstation wird mit allem, was modernste Technik dem kranken Menschen heute bieten kann, ausgerüstet. Und aus dem Dreibettzimmer von 1978 wird 2014 ein komfortabler Raum für zwei Patienten.

„Flaggschiff“ des Klinikums wird gründlich auf Kiel gelegt

Das stand am 5. April 1974, also vor gut 40 Jahren, in der „Freien Erde“: Grundsteinlegung für Bezirkskrankenhaus. Heute heißt es Klinikum und heute wird das Hochhaus gerade von Grund auf erneuert.

NEUBRANDENBURG. Schon von weitem ist zu sehen: Jetzt ist das Hochhaus des Neubrandenburger Dietrich-BonhoefferKlinikums „dran“ mit der grundlegenden Erneuerung. „Unser vorletztes Gebäude, es folgt noch Haus R, dann sind wir durch mit der Sanierung“, berichtet Jens Drobek. Er ist Hauptbereichsleiter Bau und Technik, bei ihm laufen die Fäden zusammen.

Dass das neunetagige Gebäude dann eine neue Fassade hat, fällt auch Vorbeigehenden auf. Aber: Ganz neu ist auch das Innenleben. In der 3. Etage sieht schon alles funkelnagelneu aus, weil die Bauarbeiter bereits fertig sind. Hier demonstriert Jens Drobek Entwicklung und Fortschritt in der medizinischen Betreuung: „Dieser Raum wurde 1978, als das Haus entstand, als Dreibettzimmer mit Toilette und Waschbecken in einer Ecke angelegt. Das war damals guter Standard“, erzählt er. Heute ist es ein Zweibettzimmer mit kompletter, behindertengerechter Sanitärzelle.

Noch mehr „umgekrempelt“ wird die zweite Etage. Denn dort entsteht die ganz neue Intensivstation. Jens Drobek sucht ein paar Zahlen heraus, die den Umfang der Arbeiten verdeutlichen: Unter anderem werden zwölf Kilometer Kabel, ein Kilometer Kupferleitungen, sieben Tonnen Stahlkonstruktionen und 3500 Quadratmeter GlasgewebeTapeten verarbeitet. Das alles ist notwendig, damit für insgesamt 18 Patienten der komplette medizinische Fortschritt zur Verfügung steht, erklärt der Hauptbereichsleiter.

Als weitere Hauptleistung im Rahmen der Erneuerung nennt er den kompletten Austausch der maroden Fassade. Von der dritten bis zur neunten Etage handelt es sich um eine sogenannte Systemfassade. „Das heißt: Aluminiumprofile werden von außen vor das Gebäude gehängt. Sie sind verbunden mit Glasteilen und bestimmen das weithin sichtbare Bild des Hochhauses“, verdeutlicht Jens Drobek.

Die dritte Etage ist bereits fertig. Diese und die vierte Ebene nehmen die Onkologie auf. Im Erdgeschoss wird die Radiologie eingerichtet, die Augenklinik findet in Etage fünf und sechs Platz. Darüber zieht vor allem Verwaltung ein. Bis zum Jahresende soll alles fertig sein.

Stand 02.09.2014 Quelle: NK140802