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Auswertung der Hinweise von 50 000 BefragtenDie Leitung des Klinikums wertet die Hinweise von 50 000 Befragten aus. Wünsche werden von der Eingangstür bis zum Zahnputzbecher berücksichtigt. NEUBRANDENBURG (AK). Im Foyer des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums soll es bald nicht mehr ziehen. Dort wird derzeit eine Drehtür eingebaut. Die Idee dazu stammt aus der Patientenbefragung. Seit knapp zwei Jahren werden die Patienten gebeten, sich zum Service und Umgang im Haus zu äußern. Allein im Vorjahr nahmen über 1 400 von rund 50 000 Behandelten dieses Angebot an. "Das Interesse ist gewachsen", so Petra Bartz, Leiterin des Qualitätsmanagements. Die Formulare liegen in den Stationen, aber auch in der Notfallambulanz aus. Zu teures Telefonieren war lange ein Kritikpunkt, weiß Petra Bartz. Seit Jahresbeginn wurde die Pfandgebühr für die Telefonkarte von zehn auf fünf Euro gesenkt und die tägliche Grundgebühr gestrichen. Die Taktgebühr wurde auf Minutenabrechnung umgestellt, einheitlich auf 14 Cent pro Minute. Fernsehen mittels Kopfhörer, diesem Wunsch der Patienten wird Schritt für Schritt auf den Stationen entsprochen. Immer wieder angemerkt werden zu teure Parkgebühren. "Wir verdienen damit kein Geld, das, was wir einnehmen, wird zur Instandhaltung gebraucht", sagt Petra Bartz. Unterschiedliche Reaktionen gibt es zur Beschilderung im Haus. Vor allem Fremde empfinden die neuen Schilder als Leitsystem und sind zufrieden damit. Auch Kleinigkeiten nimmt die Geschäftsführung des Klinikums ernst. Stumpfe Messer wurden gegen neue ausgetauscht. In der Augenklinik, wo im Sanitärbereich Ablagen fehlten, gibt es jetzt eine Konsole für die Zahnputzbecher. Außerdem wurden Kleiderhaken, die zu hoch angebracht waren, tiefer gesetzt. "Manchmal sind wir betriebsblind bei Kleinigkeiten", sagt die Qualitätsmanagerin. So wurde nicht bemerkt, dass in einem Warteraum keine Garderobe stand. Schon deshalb sei das Haus dankbar für jeden Hinweis. Neben dem Service wird auch nach dem Ärztlichen und dem Pflegedienst gefragt sowie nach dem Umgang mit dem Patienten. Aufnahmegespräche und Untersuchungen sollten nicht im Beisein anderer stattfinden, bemerkten Patienten des Hauses. Chefärzte der Kliniken seien inzwischen darauf hingewiesen worden, sensibel mit diesem Thema umzugehen und in separate Räume zu gehen. "Für die Patienten ist entscheidend, das respektvollmit Privat- und Intimsphäre umgegangen wird", sagt Petra Bartz. Es geht nicht nur um Freundlichkeit und Erreichbarkeit, sondern auch um das Gefühl, ernst genommen zu werden. Außerdem möchten die Patienten rundum informiert sein. Deshalb wird es in allen Zimmern entsprechende Informationsmappen geben. Spezialfirma am WerkNEUBRANDENBURG (WIL). Einen ungewohnten Weg müssen zurzeit die Patienten und Angestellten des Klinikums gehen, wenn sie den Haupteingang nutzen wollen. Der Grund: Die Spezialfirma Boon Edam baut eine Drehtür ein. Spätestens morgen soll die Montage beendet sein. Es gebe nur die eine Firma in Deutschland, die Drehtüren dieser Größe baut und montiert, sagte gestern Jens Drobek, Hauptbereichsleiter Bau und Technik im Klinikum. Wichtig sei, dass sich die Tür auch als Fluchttür eigne.
Stand
24.08.2011
(Quelle/Nordkurier: 24.05.2007)
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