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Bau-Krach statt Kinderlärm

SANIERUNG Die Entkernung des Hauses K am Klinikum ist fast beendet. Bis Ende 2010 soll das neue Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin fertig sein.

Geballter Kinderlärm kann ganz schön auf die Ohren gehen, aber gegen das, was sich derzeit im Kinderhaus des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums abspielt, kommt kein Chor kleiner Schreihälse an. Da wummern Presslufthämmer, Fliesen und Beton stürzen brockenweise in großen Staubwolken zu Boden und wandern Schippe für Schippe in Schubkarren, um in Containern entsorgt zu werden. Ein junger Mann schlägt mit einem schweren Hammer die wenigen noch stehenden Wände zusammen. Vom Keller bis zum dritten Obergeschoss ist das Haus K schon weitgehend entkernt. Voraussichtlich bis Ende 2010 werden die Bauarbeiten dauern, sagt Jens Drobek, Hauptbereichsleiter Bau und Technik am Klinikum.

Auf vier Stationen wird das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin dann 35 Bettenzimmer und acht spezielle Zimmer für Kinder-Intensivmedizin vereinen. „Künftig bringen wir alle Kinder, die im Klinikum behandelt werden, im Kinderhaus unter, auch die, die beispielsweise in der Augen- oder HNO-Klinik behandelt werden“, erklärt er. Für rund die Hälfte der Kinder soll zudem die Unterbringung von Eltern ermöglicht werden. Doch bis dahin dauert’s noch. Derzeit wohnen die kleinen Patienten in der sechsten und siebten Etage des Bettenhochhauses, die für die Bauzeit als Kinderklinik hergerichtet wurden.

Inklusive des Kopfbaus, der schon vor einigen Jahren entstand, werden am Kinderhaus rund zwölf Millionen Euro investiert. „9,4 Millionen bekommen wir als Fördermittel vom Land“, sagt Jens Drobek. Die Spenden, die seit Jahren speziell für die Kinderabteilungen gesammelt werden, sollen vor allem für kindgerechte Ausstattung und Geräte verwendet werden.

Sind derzeit noch vor allem das Abbruchunternehmen sowie die Architektur- und Ingenieurbüros am Kinderhaus beschäftigt, so bahnt sich der nächste Bauabschnitt doch schon an. Rohbau, Dachdecker- und Fassadenarbeiten sind bereits an Firmen aus Neubrandenburg oder dem Land vergeben worden. Bevor sie starten können, werden insgesamt rund 1500 Tonnen Schutt aus Decken und Wänden entsorgt sein, schätzt Wolfgang Reichel, Architekt des Klinikums. Die Anforderungen beim Abbruch seien hoch, da viele Sonder-Baustoffe verwendet wurden, darunter auch kontaminierte Stoffe wie Asbest oder Teerpappen.

Stand 25.08.2011 Quelle: NK090505