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Kellner, Tröster und Putzkraft

NEUBRANDENBURG (WIL). Das Klinikum hat die Zeichen der Zeit offensichtlich erkannt. Die Berufsschule des Krankenhauses hat am Wochenanfang deutlich mehr Auszubildende begrüßt als in den Vorjahren. 172 junge Frauen und Männer starteten ihre Ausbildung.

Kellner, Tröster und Putzkraft

Maxi Zachert und Carsten Seidel

Der Zuwachs wurde insbesondere durch die Bildung einer zusätzlichen Klasse für Gesundheits- und Krankenpfleger realisiert. Die Führungsspitze des Klinikums weiß, dass in den kommenden Jahren deutlich weniger junge Leute auf den Ausbildungsmarkt drängen werden.

Das Gros der neuen Lehrlinge – knapp 50 – will Gesundheits- und Krankenpfleger werden, 12 weitere Kinderkrankenpfleger. Stark besetzt sind auch die Ausbildungsrichtungen Altenpflege (42), Physiotherapie (31) und Medizinisch-technischer Radiologieassistent (24).

Maxi Zachert und Carsten Seidel sind zwei der neuen Azubis am Klinikum. Beide streben den Abschluss in der Kinderkrankenpflege an. Für die 17-Jährige aus Roggentin bei Mirow ist es der Traumberuf, sagte sie am Rande der offiziellen Begrüßung der neuen Azubis. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie sich schon eine Wohnung in Neubrandenburg genommen. Carsten Seidel nimmt einen zweiten beruflichen Anlauf.

Nach vier Semestern Landschaftsarchitektur an der Hochschule Neubrandenburg ist der 24-Jährige jetzt überzeugt, die richtige Lehrstelle gefunden zu haben. Er hat bereits sein freiwilliges soziales Jahr in der Kinderchirurgie absolviert.

„Das war sehr abwechslungsreich und interessant“, sagte Carsten Seidel.Wie es langläuft bei der Ausbildung am Klinikum weiß Stefanie Ruschke. Die junge Frau, die Kinderkrankenschwester werden will, startete gerade ins dritte Ausbildungsjahr und berichtete den Neuen emotional eindrucksvoll von ihren Erfahrungen.

Als Krankenschwester sei man nicht nur medizinisch tätig, sondern auch „Kellner, Seelentröster und Putzkraft“. Das Reizvolle an dem Beruf sei die Begegnung mit den Menschen, „das gegenseitige Nehmen und Geben“, sagte Stefanie Ruschke.

Stand 08.09.2008 Quelle: Nordkurier 080903