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Klinikum gewährt Blick hinter die Kulissen

Mehr als 20 Abteilungen sowie die Standorte Malchin und Altentreptow hatten am Sonntag einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

Klinikum gewährt Blick hinter die Kulissen

Kostenloser Gesundheits-Check, Dr. Torsten Rehfeldt nimmt mit einem Ultraschallgerät die Halsschlagader von Simone Voß unter die Lupe. FOTO: ROMAN GOLL

NEUBRANDENBURG (ROL). Simone Voß kann aufatmen. Ihre Halsschlagader weist kaum Kalkablagerungen auf. „Für eine 44-Jährige ist das in Ordnung“, sagt Oberarzt Torsten Rehfeldt. Mit Hilfe der sogenannten Doppler-Sonographie – einer speziellen Ultraschall-Untersuchung – kann er ihre Gefäße beurteilen. Das Verfahren ist wichtiger denn je: Bis zu 200.000 Schlaganfälle gibt es pro Jahr in Deutschland, Tendenz steigend. Ein Großteil wird durch Karotisstenose ausgelöst – eine Verengung der Halsschlagader. „Die Menschen werden älter, leider nehmen aber Risikofaktoren zu, wie Übergewicht, falsche Ernährung und Stress“, warnt Rehfeldt – Eigenverantwortung bei Patienten steigern war deshalb eines der Ziele beim Tag der offenen Tür im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum.

„In erster Linie wollen wir mit der Aktion ein Krankenhaus zum Anfassen sein“, sagte Geschäftsführerin Gudrun Wegner. Zahlreiche Menschen aus Neubrandenburg und Umgebung informierten sich vor Ort über den Klinikalltag.

Dieter Hoffmann war jedoch weniger aus gesundheitlichen Gründen gekommen: „Ich interessiere mich einfach für die Technik“, sagte der Leopoldshagener und staunte über „die ausgefeilten Apparate und Diagnoseverfahren“ der Radiologie.Wie er auf einem Infoblatt erfuhr, kamen allein im vergangenen Jahr mehr als 64.000 Patienten in die Abteilung – für konventionelle Röntgenaufnahmen, Computer- (CT) und Kernspintomographien (MRT) oder Ultraschall.

„Diese Erfahrung stärkt mein Vertrauen“, meinte Hoffmann.

Der 66-jährige Host Hastall informierte sich indes am Laptop über Darmspiegelungen.

„Ich hole erst noch Infos ein“, meinte er, während auf dem Bildschirm ein Video der Vorsorge-Untersuchung ablief, die für Menschen ab 55 kostenfrei ist.

Auch das „Mammazentrum“ war geöffnet. Chefärztin Sabine Balschat referierte zum Stand der Früherkennung des Mammakarzinoms. Eine Vielzahl von kleinen Tumoren und Vorstufen sei beim Brustkrebs-Screening in Neubrandenburg entdeckt worden. Allerdings werde deutlich, dass Frauen in den ländlichen Regionen die Vorsorge-Untersuchung unzureichend wahrnehmen, betonte Balschat.

„Ich hole erst noch Infos ein.“ AKTION Menschen aus der Region nehmen beim Tag der offenen Tür die Abteilungen und deren Technik in Augenschein.

(Quelle: Nordkurier 081014)

Stand 15.10.2008 Quelle Nordkurier, 081014