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Palliativmedizin will Ursache von Leid beseitigen

NEUBRANDENBURG (RW). „15 Jahre Palliativmedizin in Neubrandenburg“ sind am Wochenende bei einer Festveranstaltung in der Bethesda-Klinik gewürdigt worden.

Palliativmedizin will Ursache von Leid beseitigen

Hospizleiterin Regina Prachtl gratuliert Dr. Pietruschka

1993 war am Neubrandenburger Klinikum, dem onkologischen Schwerpunktkrankenhaus, eine Palliativsta tion aufgebaut worden. Damals hatte das Bundesgesundheitsministerium den Start mit rund 732 000 Mark unterstützt. Vor 15 Jahren ist die Station am Klinikum aufgebaut worden. Vorträge zum Jubiläum.

„Die Weiterentwicklung und Stärkung der Hospizbewegung und der Palliativmedizin stellt in einer Zeit des demographischen Wandels die einzige Alternative bei der fortbestehenden Diskussion um aktive Sterbehilfe und/oder ärztlich assistierten Suizid dar. Wir wollen nicht den ,Leidenden’, sondern die Ursachen von Leid, wie zum Beispiel Schmerz und Einsamkeit, beseitigen“, erklärte Oberarzt Dr. Axel Goepel, Leiter der Abteilung für Palliativmedizin.

Chefarzt Dr. Wolf-Diethard Pietruschka, Klinik für Innere Medizin 2, gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Betreuung Sterbenskranker in der Viertorestadt und ordnete sie in die bundesweite Entwicklung ein. 1983, also zehn Jahre vor der Gründung der Neubrandenburger, hatte es in Köln die erste Palliativstation in Deutschland gegeben. Inzwischen sind es bundesweit 130 und 141 Hospize.

Die Mehrzahl der Patienten der Palliativeinheit des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums waren 2007 aus Neubrandenburg (82) sowie den Landkreisen Demmin (66) und Mecklenburg-Strelitz (33).

Die Veranstaltung in der Bethesda-Klinik widmete sich nicht nur dem Rückblick, sondern auch Gegenwart und Zukunft der Palliativmedizin. Jetzt steht der flächendeckende Ausbau ihrer Strukturen im Vordergrund. Konzepte dafür liegen bereits vor. Zur Qualifikation und demengen Miteinander von Ärzten verschiedener Disziplinen, des Krankenpflegepersonals und anderer Berufsgruppen wurden Vorträge gehalten.

Stand 08.09.2008 Quelle: Nordkurier 080908