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Verein macht sich für Kinderbetreuung stark

Um längere Kita-Öffnungszeiten auch weiterhin in der Stadt anbieten zu können, geht jetzt ein neuer Verein an den Start.

Verein macht sich für Kinderbetreuung stark

Starthilfe durch Unternehmerin Martina Leffin an Vereinsvorsitzenden Schröder und Vorstandsmitglied Grit Thiede-Reichel

Selten gründet sich ein Verein mit dem Anliegen, dass etwas bleibt wie es ist. Auf den Punkt gebracht, hat sich „demograf“ genau das auf die Fahnen geschrieben. Der Verein wurde gestern aus der Taufe gehoben, um Strukturen zur Betreuung von Kindern in sogenannten Randzeiten in der Viertorestadt zu erhalten.

Denn die Angebote von insgesamt sieben Kindertagesstätten, einer 24-Stunden-Kita und dem Zwergenservice sind vorbildhaft, um Eltern eine Berufstätigkeit im Schichtsystem zu ermöglichen. Derzeit kann diese Art der Betreuung kostengünstig angeboten werden, weil sie von staatlicher Seite gefördert wird. Doch was wird, wenn das Förderprogrammendet? „Dannmüsste beispielsweise der Zwergenservice, der Kinder vor Kita-Öffnung und danach betreut, pro Stunde 15 Euro nehmen. Eine Alleinerziehende, die im Callcenter beschäftigt ist, kann sich das nicht leisten“, sagt Vereinssprecherin Angela Kuboth. „demograf“ will zur finanziellen Absicherung der Randzeitenbetreuung beitragen, indem der Verein Geld beispielsweise von Unternehmen einwirbt, besser noch sie als Vereinsmitglieder gewinnt. Schon jetzt kam die Initialzündung für die Vereinsgründung unter anderem von drei Unternehmen: data experts GmbH, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und ISBWg GmbH Neustrelitz. Sie gehören neben sieben Privatpersonen zu den Gründungsmitgliedern. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde einer gewählt, der schon einmal auf eigene Faust einen Vorstoß gestartete hatte, um für Kinderbetreuung in Randzeiten zu sorgen: City-Manager Hans-JoachimSchröder.

Mittlerweile haben auch die Unternehmen flexible Kinderbetreuungszeiten als Standortfaktor entdeckt. Das Klinikum kooperiert beispielsweise mit der Kita Morgenstern, um seinen Mitarbeitern lange Kita-Öffnungszeiten zu bieten und damit auch Fachkräfte zu halten. Einer, der davon profitiert, ist der Radiologe Dr. Holger Resech. „Meine Frau arbeitet als Krankenschwester in Schicht. Ich selber habe Früh- und Spätdienste. Mit den normalen Betreuungszeiten würden wir gar nicht klarkommen. Meine Frau könnte dann nicht arbeiten“, sagt er.

Die ersten Spenden für den neuen Verein sind bereits geflossen.

Stand 27.06.2008