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Erster Jahrgang steigt ins Berufsleben ein

15 junge Leute haben gestern ihre Zeugnisse im Bonhoeffer-Klinikum erhalten und eine Idee, die 2003 geboren wurde, mit guten Leistungen bestätigt.

Erster Jahrgang steigt ins Berufsleben ein

Der erste Absolventenjahrgang des Dualen Studiengangs Pflegewissenschaft/Pflegemanagement erhielt gestern seine Zeugnisse. Auch Schwester Benedicta gehörte zu den zahlreichen Gratulanten. FOTO: WEINREICH

VON CHRISTINA WEINREICH Vier haben Arbeit im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg gefunden, die anderen elf nahmen interessante Angebote im Bereich des Gesundheitswesens innerhalb und außerhalb von Mecklenburg-Vorpommern an. Damit sind alle 15 Absolventen des Dualen BachelorStudienganges Pflegewissenschaft / Pflegemanagement mit Arbeit versorgt.

Es sind die ersten, die diesen Studiengang belegten. Gestern erhielten sie während eines festlichen Aktes in der Bethesda-Klinik ihre Zeugnisse und wurden somit ins Berufsleben verabschiedet. Drei weitere Studiengänge sind bereits auf dem Weg dorthin.

Das war nicht nur für die jungen Leute ein besonderes Ereignis. Mit ihren Abschlüssen, deren Noten zwischen 2,1 und 2,2 lagen, haben sie bewiesen, dass die Idee, eine berufliche Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger mit einer akademischen zu verzahnen, praxistauglich ist. Die Idee hatte mehrere Väter: Klinikum, Berufsund Hochschule. 2003 wurde sie geboren und so lange daran gefeilt, bis 2005 der erste Studiengang in der Viertorestadt immatrikuliert werden konnte. Das Diakonische Werk und die Caritas unterstützten dieses Vorhaben ebenfalls und förderten eine Professorenstelle an der Hochschule. Die Ausbildungszeit erstreckt sich über neun Semester (4,5 Jahre). Diese Doppelqualifikation – die landesweit noch einmalig ist, bundesweit existieren inzwischen rund 20 derartige Projekte an Hochschulen – gab es bis dahin nicht; berufliche und akademische Ausbildung wurden strikt voneinander getrennt und nahmen somit auch viel mehr Zeit in Anspruch.

Bildungsminister Henry Tesch (CDU) bezeichnete „Pflegewissenschaft und -management als akademisches Ausbildungsfeld, als einen bedeutenden Standortfaktor für die Stadt Neubrandenburg und die Region. Die Hochschule leistet mit dem Dualen Studiengang einen wichtigen Beitrag, um den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachund Führungskräften in der Pflege zu decken“. Eine alternde Gesellschaft generiere einen deutlich erhöhten Bedarf auf dem Gebiet der Pflege und Gesundheit. Insofern sei die Einführung dieses Studienganges eine logische Konsequenz.

Er sollte dauerhaft an der Hochschule etabliert werden, was weiteres Engagement aller Beteiligten erfordere, wünschte sich Hannelore Kreibeck, Pflegedirektorin des Klinikums. Berufsschulleiterin Inge Teetz wünschte sich eine Verstetigung des Studiengangs und gleichwohl den Abbau bürokratischer Hürden bei der Zulassung der Absolventen in Leitungsfunktionen.

Stand 21.03.2010 Quelle: NK100227