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Augenklinik arbeitet papierlos

Von Ingmar Nehls: „DALA“ steht für „Diagnose auf dem linken Auge“. Die vielen Kürzel machen den Ärzten und Schwestern der Augenklinik noch etwas zu schaffen. Wenn sie diese aber drauf haben, dann wird das Computersystem „Fidus“ den Alltag in der Augenklinik für Patienten und Behandelnde deutlich vereinfachen, ist sich Chefarzt Professor Dr. Helmut Höh sicher.

Augenklinik arbeitet papierlos

Klinikum-Chefin Gudrun Wegner und Chefarzt Professor Helmut Höh sind stolz auf den Umstieg zur digitalen Patientenakte. Für die Assistenzärztinnen Orsolya Kakab (links) und Paula Campeon (Mitte) ist es langfristig eine Arbeitserleichterung.

Die Augenklinik am DietrichBonhoeffer-Klinikum ist seit Anfang des Jahres die erste Augenklinik im Land, die fast papierlos arbeitet. Die Zeit der dicken Krankenakten, in denen Briefe, Fotos und Dokumente gesammelt werden, ist vorbei. Patienten haben nun digitale Krankenakten. Die Daten dafür werden direkt von den Spezialgeräten eingespeist. Das sei bei vielen niedergelassenen Augenärzten schon Standard, meint Chefarzt Helmut Höh. Aufgrund der Komplexität einer Klinik sei die Umstellung auf die digitale Krankenakte ein enormes Projekt für alle Beteiligten gewesen, sagte Höh bei der gestrigen Vorstellung.

150.000 Euro hat das Klinikum für diesen Schritt investiert. Verantwortlich für die hohen Kosten sind auch die Sicherheitsstandards durch Ersatzserver, die beim Ausfall sofort anspringen. Fast jeder Patient bekommt Serienbehandlungen. Bisher musste eine Papierakte gesucht werden, die dann von Hand zu Hand wanderte. Nun reicht ein Blick in das System. Die Krankenschwestern hingegen werden zunächst noch mit der PapierFieberkurve arbeiten. Ihre Behandlungsanweisungen erhalten sie von den Ärzten bereits über „Fidus“. Für eine komplette digitale Umstellung bräuchten die Schwestern im Gegensatz zu den Ärzten, die ihre Patienten in den Behandlungszimmern empfangen, aber Tablet-PCs. Durch die Digitalisierung sollen für die Patienten bald auch die Wartezeiten auf den Brief für den behandelnden Arzt wegfallen

Stand 23.01.2012 Quelle: NK120117