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Ein Ort der Ruhe und Besinnung

Festliche Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Krankenhauskapelle in Neubrandenburg

Ein Ort der Ruhe und Besinnung

Pröpstin Britta Carstensen (r.) und Pastorin Christina Jonassen während der Andacht zum Kapellenjubiläum im Foyer des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Neubrandenburg

Vor 20 Jahren wurde die Kapelle im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg eingeweiht. Sie ist der erste Neubau einer Krankenhauskapelle in Ostdeutschland nach der Wende und wurde mit Eigenmitteln des Klinikums errichtet. Im Unterschied zu anderen Krankenhäusern ist sie bereits beim Betreten des Foyers sichtbar. Altar, Taufstein und Pult wurden mit Unterstützung der Neubrandenburger Diakoniewerkstätten angefertigt, die Fenster gestaltet von dem Glaskünstler Thomas Kuzio „Ich bin stolz auf unsere Kapelle“, sagte Geschäftsführerin Gudrun Kappich anlässlich der Jubiläumsfeier, an der auch die mecklenburgische Pröpstin Britta Carstensen teilnahm. Sie sprach während der Andacht den Segen für das Klinikum, seine Mitarbeiter und Patienten.

Über die schweren Anfänge seelsorgerischer Tätigkeit 1982 berichtete Pastorin i. R. Birke Riemann. Die Seelsorgerin konnte in der DDR zunächst nur während der offiziellen Besuchszeiten im Krankenhaus aktiv werden. Später begann die Pastorin kleine Gottesdienste in Besucherräumen abzuhalten. An den Tag der Einweihung der Kapelle am 4. Advent vor 20 Jahren erinnerte sich Birke Riemann als an „ein großes Fest voller Dankbarkeit und Freude“. Heute finden in der Kapelle regelmäßig Abendandachten, Gottesdienste und auch kleine Konzerte statt, sie steht Patienten Gästen und Mitarbeitern als Raum der Ruhe und Besinnung rund um die Uhr offen.

Ein Fürbittleuchter lädt wie in vielen anderen Kirchen dazu ein, ein Licht für sich selbst oder für andere anzuzünden. „Dies bekommt in einem Krankenhaus eine besondere Gewichtung, auch für Menschen, die von sich sagen würden, dass sie nicht religiös sind“, sagte Krankenhausseelsorgerin Petra Hoffmann. Mit diesem Raum verbunden sind inzwischen Trauer und Zweifel ebenso wie Freude und Hoffnung. Patienten haben in der Krankenhauskapelle geheiratet und sich, wie auch Mitarbeiter, taufen lassen.

Stand 06.12.2016