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"Lungenkrebs als Volkskrankheit kaum wahrgenommen“

Chefarzt Dr. med. Hans Wahn spricht beim Gesundheistforum DBK am 7. Dezember

Mit dem Tod bekannter Persönlichkeiten wie Schriftsteller Henning Mankell, Regisseur Christoph Schlingensief oder Schauspieler Dieter Pfaff ist das Thema Lungenkrebs ein wenig stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. „Der Lungenkrebs ist eine Volkskrankheit, die als solche ansonsten kaum wahrgenommen wird“, sagt Dr. med. Hans Wahn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums. Das mag auch an der Stigmatisierung der betroffenen Patienten liegen. Erkrankt jemand an Lungenkrebs, heißt es oft: Selber schuld! „Der Patient mit Herzinfarkt muss sich das weit seltener anhören, obwohl auch dafür das Rauchen der entscheidende Risikofaktor ist“, so Dr. Wahn.

Der Lungenkrebs, auch Bronchialkarzinom genannt, ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache, bei Männern sogar die zweithäufigste. Lungenkrebs ist tückisch, weil er lange keine Beschwerden bereitet. Oft wird die Diagnose so spät gestellt, dass die Ärzte zwar noch Symptome lindern können, eine Heilung aber nicht mehr möglich ist. Nur bei 15 Prozent der Patienten mit der Diagnose Lungenkrebs kommt aufgrund des frühen Stadiums der Erkrankung eine Operation in Frage, die Heilungschance liegt auch dann oft nur bei 60 Prozent.

Ärzte können dennoch auf große Fortschritte bei Diagnostik und Therapie in den vergangenen Jahren verweisen. Neue Medikamente bringen – auch für unheilbar Kranke – Hoffnung. Über Ursachen, Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen der Lunge spricht Dr. med. Hans Wahn beim nächsten Gesundheitsforum DBK am 7. Dezember 2015 und beantwortet Fragen der Zuhörer.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Stand 13.11.2015