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Tränen für die Allerkleinsten

Heiße Tränen fließen über ihr Gesicht. Der Blick ist abgewendet.

Tränen für die Allerkleinsten

Seit 2001 gibt es die Grabstätte für früh verstorbene Kinder. Die Krankenhausseelsorge veranstaltet eine Trauerfeier

Ganz fest greift sie die Hand ihres Mannes, der sie am Grab stützt. Der Schmerz ist noch frisch bei der jungen Mutter, die ihr Kind verloren hat, weil es zu früh auf die Welt kam, um leben zu können. Auch andere Mütter, Väter, Großeltern und Geschwiter stehen auf dem Waldfriedhof in Carlshöhe, wo das Bonhoeffer Klinikum 2001 eine Grabstelle für früh verstorbende Kinder eingerichtet hat. Einmal im Jahr organisiert die Krankenhausseelsorge eine Trauerfeier für die Familien.

Bei manchen ist der Schicksalsschlag erst kürzlich passiert. Bei einer Frau ist es bereits 24 Jahre her und trotzdem kommt sie jedes Jahr zu der Trauerfeier, weil es hier einen Ort des Trostes, der Trauer und der Erinnerung gibt. Auch Jennifer Gudra ist zu der Trauerfeier gekommen. Sie hat ein Kind verloren und kennt den Schmerz. In der Gesellschaft werde dieses Thema aber klein gesprochen. Weil es selten passiert, würden sich nur wenige damit beschäftigen, meint Jennifer Gudra. Sie musste sich unbeholfene Kommentare, wie „Ach, ihr kriegt schon ein neues Kind“, anhören. Im Oktober hat Jennifer Gudra darum die Selbsthilfegruppe Regenbogenkind gegründet. Einmal im Monat kommen betroffene Eltern und Großeltern zusammen. „Wichtig ist, dass man sich gegenseitig zuhört, dass die Trauer ausgesprochen werden kann“, sagt Jennifer Gudra.

Wer betroffen ist und Hilfe braucht, kann sich gern unter der Telefonnummer 01520 2602301 an die Frau wenden.

Stand 02.10.2012 Quelle> NK121001