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Weiterbildungscurriculum Innere Medizin

Basisweiterbildung im Fachgebiet Innere Medizin 12 Monate

Weiterbildungsziel

Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in der Inneren Medizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. Voraussetzung für die Zusatzweiterbildung ist eine abgeschlossene Approbation.

Weiterbildungsinhalte

Vermittlung von Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • Diagnostik, Beratung und Behandlung bei aufgetretenen Gesundheitsstörungen und Erkrankungen des Gebietes
  • der Erkennung und konservativen Behandlung der Gefäßkrankheiten einschließlich Arterien, Kapillaren, Venen und Lymphgefäße und deren Rehabilitation
  • der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Stoffwechselleiden einschließlich des metabolischen Syndroms und anderer Diabetes assoziierter Erkrankungen
  • der Erkennung sowie konservativen Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße, des Perikards
  • der Erkennung und konservativen Behandlung der akuten und chronischen Nieren und renalen Hochdruckerkrankungen sowie deren Folgeerkrankungen
  • der Erkennung und Behandlung der Erkrankungen der Lunge, der Atemwege, des Mediastinums, der Pleura einschließlich schlafbezogener Atemstörungen sowie der extrapulmonalen Manifestationen pulmonaler Erkrankungen
  • der Erkennung und konservativen Behandlung der rheumatischen Erkrankungen einschließlich der entzündlich rheumatischen Systemerkrankungen wie Kollagenosen, der Vaskulitiden, der entzündlichen Muskelerkrankungen und Osteopathien
  • geriatrisch diagnostischen Verfahren zur Erfassung organbezogener und übergreifender motorischer, emotioneller und kognitiver Funktionseinschränkungen
  • der Erkennung und Behandlung der Erkrankungen des Blutes, der blutbildenden Organe und des lymphatischen Systems
  • der Erkennung und Behandlung der Krankheiten der Verdauungsorgane einschließlich deren Infektion, z.B. Virushepatitis, bakterielle Infektionen des Intestinaltraktes
  • der interdisziplinären Indikationsstellung zu chirurgischen, strahlentherapeutischen und nuklearmedizinischen Maßnahmen
  • der Erkennung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates unter besonderer Berücksichtigung funktioneller Störungen
  • Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Reisemedizinischen Beratung und Impfung, incl. Gelbfieberberatungs- und Impfstelle sowie Tollwutberatungs und – impfstelle
  • Vermittlung palliativmedizinischer Behandlungsprinzipien bei unterschiedlichsten Krankheitsentitäten

Besondere Berücksichtigung in der Ausbildung

Geriatrische und/oder palliativmedizinische Krankheitsbilder sowie ernährungsmedizinische Konzepte (akutstationär, teilstationär, konsiliarisch, ambulant, frührehabilitativ, spätrehabilitativ)

Untersuchungs- und Behandlungsmethoden:

  • Ultraschall Thorax und Abdomen
  • EKG und Langzeit-EKG sowie 24 h-Blutdruckmessung
  • Belastungs-EKG
  • Echokardiografie
  • Auswertung Röntgendiagnostik Thorax, Abdomen
  • Auswertung Bodyplethysmografie
  • Punkktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie
  • Ernährungsmedizinische Diagnostik und Therapie (u.a. Screening, BIA, Grundumsatzbestimmungen)
  • Erstellen von bilanzierten Therapieplänen der enterale und parenterale Ernährung
  • Durchführung und Dokumentation von Diabetikerbehandlungen einschließlich strukturierter Schulungen

Zeitliche Gliederung der Weiterbildung

  1. Abschnitt: 6 Monate (Geriatrie und allgemeine Innere Medizin)
    • Diagnostik, Beratung und Behandlung bei aufgetretenen Gesundheitsstörungen und Erkrankungen der Inneren Medizin (s.o.)
    • Vermittlung zur Symptomatologie und funktionellen Bedeutung von Altersveränderungen, der Erkrankung und Behinderung im höheren Lebensalter
    • Vermittlung hinsichtlich Vorbeugung und Erkennung, Indikationsstellung, prognostischer Einschätzung konservativer und invasiver Therapiemaßnahmen geriatrischer Syndrome und Erkrankungen
    • Einführung und im Verlauf selbstständige Durchführung mit Überwachung in den diagnostischen Verfahren zur Erfassung organbezogener und übergreifender motorischer, emotionaler und kognitiver Funktionseinschränkungen (Durchführung geriatrischer Assessments)
    • Vermittlung spezieller Kenntnisse i.R. der Dokumentation der geriatrischen Komplexbehandlung und des geriatrischen Konsils
    • Vermittlung medikamentöser Behandlungen akut geriatrischer Krankheitsbilder und Berücksichtigung von Compliance, Arzneimittelinteraktionen und Dosisanpassung an funktionell und metabolische Veränderungen von Alterspatienten
    • Vermittlung des Screenings und Behandlung von Ernährungsstörungen im Alter ( NRS 2002, Labordaten, Bioimpedanzanalyse, indirekte Kalorimetrie)
    • Vermittlung palliativmedizinischer Aspekte bei der Behandlung von geriatrischen Tumorpatienten und chronischen Alterserkrankungen
    • Vermittlung sozialmedizinischer Aspekte bei der Behandlung von Alterspatienten
  2. Abschnitt: 6 Monate Palliativmedizin (Palliativmedizin und allgemeine Innere Medizin)
    • tägliche Teilnahme an den Stationsvisiten, Teambesprechungen, Palliativmedizinisches Konsil, monatliche Fallbesprechungen, Fortbildungen
    • Verfassen von Epikrisen, Erstellen von Dokumenten zur Erfassung des ZE 60 und ZE 145
    • Vermittlung von speziellen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Palliativmedizin (Pumpensysteme, Drainage von Körperhöhlen, Umgang mit komplementärmedizinischen Verfahren usw.)
    • Vermittlung des hausinternen Standards zur „Qualifizierten Sterbebegleitung“ in anderen Abteilungen/Kliniken des Hauses
    • Vermittlung von Besonderheiten im Bereich der SAPV (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung)
    • Vermittlung des Umganges mit spezifischen Dokumentationssystemen in der SAPV „PalliDoc“
  3. Abschnitt: 12 Monate bereichsübergreifende Aus-/Weiterbildung
    • wöchentliche regelmäßige Teilnahme an den „Internistischen Konsilen“ in der Neurologie und Psychiatrie
    • tägliche Dienstbesprechungen und wöchentliche Fortbildung in der Klinik für GRP
    • Teilnahme an den wöchentlichen Röntgenvisiten
    • Teilnahme an den Besprechungen der Abteilung für Ernährungsmedizin
    • Wöchentliche Teilnahme an der Funktionsdiagnostik, Impfsprechstunde und ethische Fallbesprechungen je nach Anfrage
    • Je nach Ausbildungsstand Teilnahme am internistischen Dienstsystem
    • Teilnahme an der DEGUM zertifizierten Weiterbildung zur Ultraschalldiagnostik
Stand 29.04.2014