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Babys werden immer größer und schwerer

Auf der Entbindungsstation des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums sind im vergang nen Jahr 452 Mädchen und 445 Jungs zur Welt gekommen.

Babys werden immer größer und schwerer

Angela Kittel von der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin überab einen Stapel Baby-Begrüßungskarten an Oberärztin Konstanze Kissing-Pahl und Kinderkrankenschwester Katja Beetz (von links). FOTO: I. NEHLS

VON INGMAR NEHLS BILANZ: 5.000 Gramm hat das schwerste Baby, das im vergangenen Jahr in Neubrandenburg zur Welt gekommen ist, auf die Waage gebracht. Der Wonneproppen konnte ohne Kaiserschnitt geholt werden, so wie fast 70 Prozent aller Neugeborenen, wie Dr. med Konstanze Kissing-Pahl, Oberärztin der Entbindungsstation am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum, bilanziert. Ein Geburtenanstieg, wie er bundesweit zu beobachten ist, lässt sich in der Viertorestadt nicht feststellen. Mit 869 Geburten liegt der Wert von 2010 nur ganz knapp über dem von 2009. Da waren es 860 Geburten.

Die Mädchen hatten im vergangenen Jahr die Nase vorn. 452 Mädels und 445 Jungs erblickten das Licht der Welt. Darunter waren 20 Zwillingspaare, laut Konstanze Kissing-Pahl ein durchschnittlicher Wert. Vier Babys hätten bei der Geburt weniger als 1 Kilogramm gewogen. Das leichteste war 925 Gramm schwer. Generell würden die Babys aber immer größer und schwerer, was mehrere Ursachen habe. „Die Frauen gebären im Schnitt später. Die Ernäh rung ist auch besser“, nennt Kissing-Pahl als Gründe. Im Schnitt werden die Frauen am fünften Tag aus der Klinik entlassen. „Wenn es Mutter und Kind gut geht, können sie selbst entscheiden, wann sie nach Hause wollen. Einige bleiben auch ganz gern und nutzen die Unterstützung der Klinik.“

Ganz selten seien die Frauen bei der Niederkunft allein. Meist ist der Partner dabei oder aber auch die Schwester oder Freundin. Der Trend, das Kind im Wasser zur Welt zu bringen, sei mittlerweile beendet. „Einige Frauen legen sich zur Entspannung aber ganz gern in die Wanne“, sagt Konstanze Kissing-Pahl. Nicht zufriedenstellend sei die Quote der stillenden Mütter. Lediglich zwei Drittel aller Frauen geben ihren Kindern Muttermilch. „Wir würden uns freuen, wenn der Wert auf mindestens 80 Prozent ansteigen würde. Einige Frauen wollen nicht stillen, weil sie rauchen. Es stimmt zwar, dass Nikotin in die Muttermilch gelangt. Aber der Nutzen des Stillens ist deutlich größer als der befürchtete Schaden“, so die Oberärztin.

Beratungsarbeit sei auch wichtig bei der Entscheidung, ob das Kind auf natürliche Art oder per Kaiserschnitt auf die Welt geholt wird. „Wir wollen keine Angst machen, aber auch nicht den Respekt verlieren. Es bleibt eine Bauchschnittoperation“, erklärt die Oberärztin. Von amerikanischen Verhältnissen seien die Mütter am Tollensesee aber weit entfernt. Auch Wunschkaiserschnitte, die auf den Terminplan des Vaters abgestimmt sind, kämen im Prinzip nicht vor.

Begrüßt werden die Neuankömmlinge nicht nur von den Eltern, sondern auch von der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin. Seit drei Jahren bekommen alle Babys Begrüßungskartenmit einemFoto, einem kleinen Geschenk und auch ein Startkapital auf das schon vorhandene Konto der Eltern oder auf ein neues Konto. „Für die Eltern ändern sich mit der Geburt eines Kindes nicht nur die familiären Verhältnisse, sondern auch die finanzielle Situation. Da ist eine Beratung angebracht, damit das Neugeborene gut behütet aufwachsen kann und später einmal finanziell auf sicheren Füßen steht“, erläutert Angela Kittel von der Sparkasse. Sie übergab dem Klinikum ein neues Paket Begrüßungskarten.

Die beliebtesten Namen 2010
Von den 898 Kindern, die beim Standesamt Neubrandenburg im vergangenen Jahr gemeldet wurden, hat fast jedes dritte einen Doppelnamen. 42 Kinder haben sogar drei Vornamen erhalten.
Platz Mädchen Jungen
1 Emma Alexander
2 Sophie Ben
3 Marie Luca
4 Mia Leon
5 Charlotte Elias
6 Emily Tim
7 Anna Jonas
8 Lena Paul
9 Leni Max
10 Leonie Felix
Stand 02.02.2011 Quelle: NK110114