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Bei Geburtenzahlen ist die 1000er Marke schon in Sicht

Donnerstags kommen laut Statistik die meisten Babys im Klinikum der Viertorestadt zur Welt. Sonntagskinder sind eher selten. Spektakuläre Umstände bei Geburten gab es 2013 zwar keine, dennoch wurde mancher „Titel“ vergeben.

Bei Geburtenzahlen ist die 1000er Marke schon in Sicht

Das Neubrandenburger Pärchen Kirsten Schmidt (28) und Mathias Ludwig (30) freut sich über Sohn Theo. FOTO: P. JASMER

NEUBRANDENBURG. „Hier ist jeder Tag und jede Geburt etwas besonderes“, sagt Dr. Katy Roterberg. Die Chefärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum fiebert jedes Mal aufs Neue mit. „Wenn Mutter und Kind wohlauf sind, ist das das größte Glück.“ Im vergangenen Jahr erblickten im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum 835 Kinder das Licht der Welt. „So viele waren es dieses Jahr schon Ende November“, sagt Kerstin Lierath, die leitende Hebamme, stolz. Die 900er Marke ist längst geknackt. Sollte der Anstieg 2014 ähnlich sein, geht es mit dem Neubrandenburger Nachwuchs stramm auf die 1.000 zu. Nach wie vor werden tendenziell mehr Jungen als Mädchen geboren. Die Differenz ist bei der Größenordnung jedoch eher gering. Das Klinikum verzeichnet in vielerlei Hinsicht gute Zahlen. Dank des hohen medizinischen Standards gab es in diesem Jahr nur wenige Komplikationen. Die Kaiserschnittrate liegt mit 23 Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Und auch operative Eingriffe wie Zangen- oder Saugglockengeburten waren überaus selten.

Auch Babys in Falschlage bereiten Dr. Katy Roterberg kein großes Kopfzerbrechen. „Geburten, bei denen das Baby mit den Füßen nach unten liegt, sind immer sehr riskant“, erklärt sie. „Die Nabelschnur kann durch das Köpfchen abgeklemmt werden und die Sauerstoffzufuhr wird verhindert.“ Trotz des Risikos sind 11 von 67 verkehrt herum liegende Kindern auf normalem Weg entbunden worden. Natürlich verläuft nicht jede Geburt nach Plan. Manche Kinder haben es sogar so eilig, dass die Mütter es nicht mehr in den Kreißsaal schaffen. So musste Katja Rauner im Sommer 2012 ihr drittes Kind im Scheinwerferlicht eines Autos auf der Grünfläche vor dem Krankenhaus zur Welt bringen. Eine solch außergewöhnliche Geburt gab es in diesem Jahr nicht. „Gott sei Dank“, sagt Dr. Konstanze Kissing-Pahl, Oberärztin der vorgeburtlichen Diagnostik. „Aber eilig hatten es dieses Jahr trotzdem einige.“ Ein kleiner Junge kam bereits in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt und ist somit das früheste Baby des Jahres.

Die Klinik ist gut auf Frühchen vorbereitet. Sechs bis acht Brutkästen stehen auf der Station bereit. Bei Bedarf werden weitere bestellt. 22 Frühstarter waren es bisher in diesem Jahr. Das 24-WochenBaby hat noch einen zweiten Titel gewonnen. Mit zarten 540 Gramm - normal sind 3.600 - ist es auch das leichteste. 5.100 Gramm wog der schwerste Junge und musste per Kaiserschnitt geholt werden. Die stolze Mutter des schwersten Mädchens, welches 5.000 Gramm wog, hat es alleine geschafft. Dr. Kissing-Pahl hat sich die Mühe gemacht und auch die Uhrzeit-, Wochentagsund Monatstendenzen analysiert. Knapp die Hälfte der Kinder wird vom Nachtdienst geholt. Auch zwischen 9 und 10 Uhr häufen sich die Geburten. „Das liegt aber an den Kaiserschnitten“, fügt Dr. Katy Roterberg hinzu. „Das sind ja keine spontanen Geburten, sondern festgelegte Termine.“ Die meisten Geburten, waren an einem Donnerstag, die wenigsten am Sonntag. Mit 95 Kindern war der August der Geburtenstärkste. „Weihnachtskinder“, ergänzt Dr. Kissing-Pahl schmunzelnd.

Stand 13.01.2014 Quelle: 131228