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Gläserne Blumen sollen Patienten Zuversicht geben

Wer gegen eine kleine Spende den neuen Sparkassenkalender erwirbt, bekommt einen sehr blumigen Begleiter durch das Jahr, der sogar duftet. Der Spendenzweck ist allerdings alles andere als blumig. Es geht um Hoffnung für sehr kranke Menschen.

Gläserne Blumen sollen Patienten Zuversicht geben

Blumige Aussichten: Dr. Norbert Grobe vom Förderverein Tumorzentrum möchte mit dem Erlös aus dem Verkauf des Sparkassenkalenders diese gläsernen Blumenbilder kaufen, um die Wände der Onkologischen Klinik zu verschönern.

NEUBRANDENBURG. Niemand geht gern ins Krankenhaus. Manchmal ist es aber unausweichlich. Erst recht, wenn man mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird. Abgesehen von der bestmöglichen medizinischen Versorgung ist es für Tumorpatienten aber ebenso wichtig, dass ihnen Hoffnung vermittelt wird und sie praktische Hilfe im Alltag erhalten. Der 1991 gegründete Förderverein Tumorzentrum Neubrandenburg hat sich diesem Ziel verschrieben und unterstützt die Betroffenen.

Nun hat der Förderverein seinerseits Hilfe erfahren, denn die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin übergibt den Erlös aus den Spenden für ihren neuen Wandkalender in Neubrandenburg dem Verein. Allein im vergangenen Jahr kamen so fast 10 000 Euro zusammen.

Wie viel es dieses Mal sein wird, hängt von der Bereitschaft der Viertorestädter ab. Pünktlich zum Weltspartag hat die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin mit der Ausgabe ihres hauseigenen Wandkalenders begonnen, der dieses Mal unter dem Titel „Dufte! “ steht. Und das nicht von ungefähr, denn der Kalender steckt voller Blumen und Blütenmotive und bietet auf einigen Seiten sogar noch ein besonderes Extra – Blütendüfte. „Auf welchen Seiten sich die Düfte verstecken, kann man ganz leicht selbst herausfinden“, erklärt Peter Siebken, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin. Dazu gibt es passende Sinnsprüche und auf der letzten Seite einige Rezepte mit ungewöhnlichen Zutaten wie beispielsweise Margeriten für den Salat, Leberblümchenblätter für Tee oder Taubnessel als Wildgemüse.

Mit dem Geld möchte der Förderverein großformatige Blumenbilder aus Glas ankaufen, um die Flure und Räume der Onkologischen Klinik etwas bunter zu gestalten. „Es soll für die Patienten nicht allzu sehr nach Krankenhaus aussehen“, erläutert der Vereinsvorsitzende Dr. Norbert Grobe das Ansinnen. Doch auch ganz handfeste Anliegen unterstützt der Förderverein, wie der Mediziner ergänzt. So arbeite man mit Selbsthilfegruppen zusammen, gebe Schminkseminare für Krebspatienten, betreibe Öffentlichkeitsarbeit, helfe auch mal mit einem PC oder einem Fernseher für Bedürftige aus oder beteilige sich an Fahrtkosten für Krankenschwestern.

Sebastian Haerter, Nordkurier

Stand 20.11.2014 Quelle: NK141108