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"Schlüssellochchirurgie" im Kindesalter

Die "Schlüssellochchirurgie" wie z.B. die Minimal-invasive Entfernung einer Niere (Nephrektomie) oder Teilentfernung einer Niere (Heminnephrektomie) kommt inzwischen auch Säuglingen zugute. Bei einem 4 Monate alten Baby wurde jetzt minimal-invasiv ein Teil der Niere entfernt.

Seit unseren ersten Berichten über die Möglichkeiten minimal-invasiver Operationen im Kindesalter haben diese inzwischen einen festen Platz in unserem Operationsspektrum erhalten. Da uns inzwischen 3 mm im Durchmesser messende Instrumentarien zur Verfügung stehen, profitieren auch unsere jüngsten Patienten von den Vorteilen der minimal-invasiven Chirurgie. In den vergangenen Wochen konnte durch diese Methode bei einem noch sehr jungen Säugling eine funktionslose Niere, die Ausgangspunkt wiederholter Harnwegsinfektionen mit der Gefahr der Schädigung der gesunden Niere war, entfernt werden. Bei einem weiteren, 4 Monate alten Säugling mit einer angeborenen Fehlbildung einer Niere und ähnlicher Problematik erfolgte eine minimal-invase Teilentfernung der Niere, bei der der gesunde Anteil der fehlangelegten Niere erhalten werden konnte.

Neben dem auch für den Laien sichtbaren Vorteil der kleinen, fast nicht mehr sichtbaren Narben haben die Kinder nach der Operation deutlich weniger Schmerzen, da Muskulatur und Haut der Bauchdecken geschont werden. Die Kinder erholen sich nach der Operation schneller und können zügiger in das häusliche Umfeld entlassen werden. Als weiteren Vorteil schätzen wir als Kinderchirurgen in sehr vielen Fällen eine deutlich bessere Übersicht über das Operationsgebiet. Mit zunehmender Erfahrung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Kinderchirurgie ist in Zukunft damit zu rechnen, dass weitere Eingriffe in das Spektrum aufgenommen werden.

Stand 20.05.2010