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Gegliedertes Programm über den strukturierten Ablauf der Weiterbildung Kinderchirurgie, hier Basisweiterbildung Chirurgie (24 Monate)

1. und 2. Ausbildungsjahr (Common Trunc) Die Basisweiterbildung erfolgt entsprechend der Weiter-bildungsinhalte der aktuellen Weiterbildungsordnung über 24 Monate, jedoch bereits partiell kindbezogen: chirurgische Wundversorgung, Lokalanästhesie, Gipstechnik und konservative Frakturbehandlung beim Kind, Anordnung radiologischer Untersuchungen und Befundung von Röntgenbildern unter Anleitung, insbesondere Kindertraumatologie, Absolvierung Grundkurs Strahlenschutz Röntgen, Einführung in das orale Ernährungsregime insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern, Erstellen von Infusionsprogrammen, Erlernen von Punktionstechniken der Gefäße, insbesondere ZVK-Anlage über Vena jugularis interna sowohl im Rahmen der Notfallversorgung in der NFA wie auch auf der interdisziplinären Kinderintensivstation sowie Bekanntmachen mit venösen Verweilsystemen wie z. B. Ports und Broviac-Katheter, Katheterisierung der Harnblase im Rahmen der kinderurologischen Behandlung sowie Legen von suprapubischen Ableitungen (z. B. unmittelbar postoperativ nach Hypospadie-Operation etc.), Anlage von Pleuradrainagen (auch hier z. B. postoperativ nach Thoraxeingriffen wie Trichterbrustoperation etc.), Absolvierung des Grundkurses Ultraschall im Kindesalter und sonographische Untersuchungen unter Anleitung, später selbstständig, Bekanntmachen mit dem Schockraum-Management des Klinikums, in dem die Kinderchirurgie einen festgeschriebenen Platz belegt sowie mit den interdisziplinären Absprachen und dem Versorgungsalgorhythmus Polytrauma im Rahmen des Trauma-Netzwerkes, OP-Assistenz bei Operationen der einfacheren Kategorien mit dem Ziel der letztlich eigenen Durchführung unter Anleitung, Erlernen von Knotentechniken, Einführung in die Dokumentation, insbesondere auch des DRG-Systems

Die Ausbildungszeit Notfallaufnahme wird realisiert durch die kontinuierliche Teilnahme am Bereitschaftsdienst mit voller Versorgung der in der NFA eintreffenden Kinder in Verantwortung der Klinik für Kinderchirurgie. Je nach vorliegendem Krankheitsbild bzw. den Unfallfolgen interdisziplinäre Versorgung in der Notfallaufnahme mit den jeweils notwendigen Fachrichtungen, insbesondere Anästhesie, Radiologie, Pädiatrie, HNO, MKG, Unfallchirurgie, Neurochirurgie etc.. Am jeweiligen Bereitschaftsdiensttag wird der verantwortliche Assistent von morgens an über 24 Stunden mit der Betreuung der Notfallaufnahme beauftragt.

Vermittlung der Inhalte der interdisziplinären Intensivmedizin durch regelmäßige Teilnahme an der Versorgung der Patienten (Kinderklinik einschließlich Neonatologie, Augenklinik, HNO, MKG, Neurochirurgie, Kinderchirurgie) auf der interdisziplinären Kinderintensivstation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Diese Mitbehandlung erfolgt im üblichen Versorgungsalltag, besonders aber in den Bereitschaftsdiensten unter der Woche wie auch am Wochenende.

Die Ausbildungsinhalte Notfallaufnahme und interdisziplinäre Intensivmedizin werden theoretisch vertieft durch Teilnahme sowie aktive Mitgestaltung der Assistenten von Fortbildungsveranstaltungen (ca. 2x pro Jahr) gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Unfallchirurgie und Neurochirurgie wie z. B. zu den Themen Reanimation, Polytrauma-Versorgung und Trauma-Netzwerk.

Dr. med. W. Beyer Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie

Stand 25.03.2014