Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge
start » kch » Weiterbildung » Gegliedertes Programm über den strukturierten Ablauf der Weiterbildung Kinderchirurgie (72 Monate)

Gegliedertes Programm über den strukturierten Ablauf der Weiterbildung Kinderchirurgie (72 Monate)

1. und 2. Ausbildungsjahr (Common Trunc) Die Basisweiterbildung erfolgt entsprechend der Weiterbildungsinhalte der aktuellen Weiterbildungsordnung, jedoch bereits partiell kindbezogen: chirurgische Wundversorgung, Lokalanästhesie, Gipstechnik und konservative Frakturbehandlung beim Kind, Anordnung radiologischer Untersuchungen und Befundung von Röntgenbildern unter Anleitung, insbesondere Kindertraumatologie, Einführung in das orale Ernährungsregime insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern, Erstellen von Infusionsprogrammen, sonographische Untersuchungen unter Anleitung und Absolvierung des Grundkurses Ultraschall im Kindesalter, OP-Assistenz bei Operationen der einfacheren Kategorien mit dem Ziel der letztlich eigenen Durchführung unter Anleitung, Erlernen von Knotentechniken, Einführung in die Dokumentation, insbesondere auch das DRG-System, Grundkurs Strahlenschutz Röntgen

3. Ausbildungsjahr 12 Monate Weiterbildungszeit in der Kinder- und Jugend-medizin einschließlich Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin

4. Ausbildungsjahr Kontinuierliche Entwicklung der operativen Fähigkeiten mit Durchführung von Operationen der einfachen Kategorie und Assistenz bei mittleren und größeren Eingriffen, Ziel ist selbständiges Operieren von Leistenhernien, Phimose, Retentio - zunächst bei größeren Kindern, dann auch bei Säuglingen, abdominelle Operationen wie Appendektomien, Anlegen von Stomata, Pyloromyotomie, diagnostische und im Verlauf auch therapeutische Endoskopien (Urethro-zystoskopie, Rektoskopie), operative Versorgung von Schaftfrakturen (Prevotnageltechnik, Fixateur extern-Anlage, K-Drähte), Metallentfernungen, hier auch thorakal wie z. B. Bügelentfernung nach Trichterbrustoperation, Versorgung von thermischen Verletzungen Einführung und begleitende Durchführung der Funktionsdiagnostik (Urodynamik, Ösophagomanometrie, Rekto-manometrie), Teilnahme an interdisziplinären Röntgenbefundbesprechungen und Erhebung intraoperativer radiologischer Befunde, Ablegen der Sachkunde Röntgen, Einführung in Lasertechniken, insbesondere im Rahmen von Hämangiom-Behandlungen und intraurethraler Laseranwendung, Einführung und Assistenz von laparoskopischen, thorakoskopischen und arthroskopischen Eingriffen, Teilnahme an diagnostischen Endoskopien des Tracheobronchialsystems und des Magen-Darm-Traktes

5. Ausbildungsjahr Absolvierung des Fortgeschrittenenkurses für Sonographie im Kindesalter, Ablegen der Fachkunde Röntgen (Notfall-diagnostik und intraoperatives Röntgen), Teilnahme an der D-ärztlichen Versorgung sowie Versorgung am VAV und SAV für Kinder und Jugendliche mit Kennenlernen besonderer versicherungsrechtlicher und administrativer Aspekte, Teilnahme an den interdisziplinären Pränatalkonferenzen, Weiterführung traumatologische Operationen, jetzt auch Durchführung gelenknaher Frakturen und von Kombinationsverletzungen, Operationen am Kopf/Hals wie Schädeltrepanation und Liquorableitung (ca. 4 – 6 Wochen Hospitationszeit Neurochirurgische Klinik) sowie Kiemengangsanomalien, Schilddrüsenchirurgie im Kindesalter, Schiefhals, Operationen an Thoraxwand und Brustwand, Exstirpation von lokalen soliden Tumoren, Ileus-Operationen auch im Rahmen von Fehlbildungen bzw. Lageanomalien der einfacheren Kategorie, Sonographie-gestützte Devagination, ggf. auch operativ, Volvolus, am Urogenitaltrakt kontinuitätserhaltende Antirefluxoperationen, minimal-invasive Antirefluxbehandlung durch Deflux, Assistenz bei laparoskopischen, thorakoskopischen und arthroskopischen Eingriffen und insbesondere Erlernen der Kameraführung und Trokarplatzierung

6. Ausbildungsjahr Teilnahme an der KV-Ermächtigungssprechstunde mit Kennenlernen der besonderen administrativen Probleme sowie der ambulanten Kinderchirurgie, Abschlusskurs Sonographie im Kindesalter, Operationen am Gefäßsystem, insbesondere Einlage von Broviac-Kathetern und Port-Implantationen, Naht an peripheren Nerven, Durchführen von plastischen Operationen wie Narbenkorrekturen und Hauttransplantationen (Vollhaut, Spalthaut, auch gemesht), selbständiges Durchführen von minimal-invasiven Eingriffen wie Appendektomien, Ileus-Behandlung durch Bridenlösung, Leber-PE unter Sicht, Ovarialzysten, Varikozelen, intraabdominelle Hodensuche und Assistenz von umfangreicheren minimal-invasiven Eingriffen des Abdomens wie auch der Nieren und des Thorax, erste Assistenzen sowie selbständiges Operieren von Fehlbildungen des Thorax, des Abdomens und der Nieren nach Patientenaufkommen und individuellem operativem Vermögen

Dr. med. W. Beyer Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie

Stand 04.04.2014