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Normaldruckhydrocephalus bleibt oft unerkannt

Klinik für Neurochirurgie lädt zur Informationsveranstaltung am 24. April 2013 ein

Ein Nachlassen der Denkfähigkeit (Demenz), Inkontinenz und ein breitbeiniger, schlurfender Gang werden häufig mit dem normalen Alterungsprozess erklärt, als Alzheimer oder Parkinson falsch diagnostiziert. „Dabei können diese drei Symptome ein deutlicher Hinweis auf einen Normaldruckhydrocephalus sein“, sagt der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie des Dietrich-Bonhoeffer-Klinkums, PD Dr. med. Michael Fritsch. Nach seinen Erkenntnissen sind mehr als 200.000 Deutsche im Rentenalter betroffen, Männer etwa doppelt so häufig wie Frauen.

Als Hydrocephalus wird eine übermäßige Ansammlung von Hirnwasser in den Kammern des Gehirns bezeichnet, die zu einem plötzlich gesteigerten Druck im Schädelinneren führt. Der Normaldruckhydrocephalus als besondere Form tritt fast ausschließlich bei älteren Menschen auf und ist durch einen schwankenden Druck gekennzeichnet. „Richtig erkannt, kann ein kleines Implantat die Lebensqualität dieser Menschen enorm verbessern“, so Dr. Fritsch.

Während einer Veranstaltung am 24. April 2013 im Hotel Bornmühle in Groß Nemerow wollen Ärzte des Klinikums über das Krankheitsbild sowie über Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie des Altershindrucks informieren.

Stand 21.03.2013