Station A12
Neuro-Onkologie, Extrapyramidale Bewegungsstörungen, Entzündliche Erkrankungen / MS
- Station A12.b: Oberärztin Dr. med. Regina Jahns
- Die Abteilung ist auf die Diagnostik und Behandlung von Tumor-Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert. Hierbei orientieren wir uns an den Empfehlungen der NeuroOnkologischen Arbeitsgemeinschaft in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Durch die enge Kooperation mit den anderen Abteilungen unseres Klinikums, insbesondere mit der Klinik für Neurochirurgie, der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, der Klinik für Strahlentherapie sowie dem Institut für Pathologie innerhalb des Neuroonkologischen Zentrums, ist eine optimale interdisziplinäre tumor-spezifische Behandlung der Patienten gewährleistet. Ein hochmotiviertes Team aus Ärzten, Pflegepersonal, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialdienst besitzt langjährige Erfahrung in der umfassenden Betreuung neuroonkologischer Patienten. Einen hohen Stellenwert hat dabei neben den diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen auch die Berücksichtigung der psychosozialen Aspekte der Hirntumorerkrankung für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Komplettiert wird unser Angebot durch die in dieser Form in Mecklenburg-Vorpommern einmalige Möglichkeit der ambulanten (Weiter-) Behandlung und Nachsorge in der neuroonkologischen Spezialsprechstunde von Oberarzt Müller-Fritz.
- Station A12.a: Oberarzt Matthias Müller-Fritz
- In der Abteilung werden vorrangig Patienten mit entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems behandelt. Im Vordergrund steht dabei die Multiple Sklerose. Das Spektrum umfasst die Erstdiagnostik, die Behandlung akuter Schübe der Grunderkrankung sowie die spezialisierte immunsuppressive sekundärprophylaktische Therapie mit Chemotherapeutika wie Mitoxantron oder Cyclophosphamid und moderne Behandlungsoptionen wie z.B. die intravenöse Gabe monoklonaler Antikörper (z.B. Natalizumab). In der Diagnostik besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Neuroradiologie und dem Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik am Hause. Sämtliche moderne Verfahren insbesondere auch der Liquordiagnostik stehen dabei zur Verfügung. So erfolgt die Bestimmung der oligoklonalen Banden im Liquor mittels isoelektrischer Fokussierung und Immunoblot. Die Bestimmung erregerspezifischer Antikörperindices im Liquor wurde an der Abteilung Mikrobiologie etabliert. Die spezifischen Immuntherapien werden durch begleitende Angebote wie Physio-, Ergotherapie und Logopädie ergänzt. Die sozialmedizinische Betreuung (Beratung, Rehabilitation, Beantragung von Pflegestufen etc.) wird durch die verantwortliche Sozialarbeiterin unserer Klinik (Frau A. Hagen) gewährleistet. Die sekundärprophylaktische Einstellung auf immunmodulatorische Therapien (Interferone, Glatiramerazetat) inklusive Injektionstraining und Nebenwirkungsmanagement erfolgt durch speziell geschultes Pflegepersonal. Eine enge Kooperation besteht mit den niedergelassenen Neurologen des Einzugsgebietes, den MS-Spezialambulanzen der Universitäten Rostock und Greifswald, den nachbetreuenden Rehabilitationseinrichtungen sowie den regionalen Selbsthilfegruppen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG).
Stand
14.01.2010
