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Den Traumjob im Klinikum gefunden

PORTRÄT Martin Schmidt absolviert am Neubrandenburger Klinikum eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Altentreptow ist derzeit sein Ausbildungsort.

Den Traumjob im Klinikum gefunden

Martin Schmidt mag die Arbeit mit den Menschen

VON INGMAR NEHLS ALTENTREPTOW. Vorsichtig tupft Martin Schmidt die Narbe am Knie von Josef Denke ab. Nebenbei wechselt er ein paar nette Worte mit dem Patienten und verpasst ihm einen neuen Verband.

Martin Schmidt erlernt den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers am Neubrandenburger Dietrich- Bonhoeffer-Klinikum. Momentan ist er in der Klinik in Altentreptow auf der Orthopädiestation. „Das war mein Wunsch, hier herzukommen. Auf dieser Station werde ich auch meine Prüfung machen“, sagt der Azubi im dritten Lehrjahr.

Ein junger Mann als Pfleger am Krankenbett, das ist längst Normalität geworden. Die Berufsschulklasse ist fast zur Hälfte männlich. In dem körperlich anstrengenden Beruf ist es von Vorteil, wenn man anpacken kann. „Die Patienten nehmen den Zuwachs an männlichen Pflegern sehr positiv auf“, sagt Martin Schmidt. Nach der Realschule ein Handwerk zu erlernen oder auf dem Bau zu arbeiten sei für ihn nie in Frage gekommen. Mit dem Abschluss in der Tasche, leistete der Neubrandenburger seinen Dienst bei der Bundeswehr und landete auf Wunsch bei den Sanitätern. Im Facharztzentrum beim Bundeswehrstützpunkt in Torgelow hat er den Stationsalltag kennen gelernt und war begeistert, wie er erzählt.

„Hier ist es schon stressiger. In Notfallsituationen geht mir dann schon mal ganz schön die Pumpe“,sagt er. Der Arbeitstag beginnt mit der unterstützenden Körperpflege der Patienten, dann reicht Martin Schmidt das Frühstück ans Bett. Steht eine OP an, werden die Patienten dafür vorbereitet. Es müssen öfter Verbände gewechselt werden – wie bei Josef Denke, der ein neues Kniegelenk bekommen hat. Zu den Aufgaben von Azubi Martin gehört auch das Messen der Vitalzeichen, Blut abnehmen, Fusionen vorbereiten und die Pflege dokumentieren. Ein breites Spektrum an Tätigkeiten, die aber alle sehr nah am Menschen passieren, was Martin Schmidt bei der Berufswahl wichtig war. „Mir gefällt die Abwechslung hier. Ich sehe ständig neue Gesichter. Eine Mischung aus alten und jungen Patienten. Wenn ich abends nach Hause komme, weiß ich, dass ich ihnen geholfen habe. Das macht mich zufrieden“, beschreibt er seine Arbeit. Wenn er ein Angebot bekommt, dann will der 24-Jährige in der Klinik bleiben.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn wer sich in der Ausbildung bewährt, der wirdmeist auch übernommen, wie das Klinikum erklärt. Im Altentreptower Krankenhaus sind durchschnittlich drei bis vier junge Leute, die sich in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger befinden, und derzeit wird auch eine junge Dame zur Operationstechnischen Assistentin ausgebildet. Als Zugangsvoraussetzung ist neben einem guten Realschulabschluss persönliches Engagement gefragt. Ein Pflegepraktikum ist obligatorisch. Martin Schmidt brauchte dies durch seine Zeit als Sanitäter nicht abzulegen. Das Durchlaufen mehrerer Stationen, mache die Ausbildung für ihn sehr spannend.

FOTO: INGMAR NEHLS

Stand 02.03.2009