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Regelmäßige Bewegung ist die beste Medizin

Eine große Anzahl von Menschen leiden unter Rückenbeschwerden. Bei der Behandlung setzen die Mediziner in der Hauptsache auf klassische Behandlungsmethoden und eigene Initiative.

Regelmäßige Bewegung ist die beste Medizin

Akute, unspezifische Rückenbeschwerden treten oft durch Blockierungen im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, sagt Dr. Irina Vonhof, Oberärztin für Allgemeine und konservative Orthopädie.

Von Bernd Hamann ALTENTREPTOW. „So schnell operieren wir nicht an der Wirbelsäule“, versichert Dr. Irina Vonhof nachdrücklich. „Vorher versuchen wir mit umfassenden konservativen Methoden die Schmerzen zu lindern. Erst wenn dauerhafte Lähmungserscheinungen drohen, ist eine Operation unvermeidbar.“ Nach Ansicht der Oberärztin für Allgemeine und konservative Orthopädie des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums Neubrandenburg, Standort Altentreptow, haben es die Patienten in den überwiegenden Fällen aber selbst in der Hand, beschwerdefrei leben zu können. „Bewegung und Kräftigung der Muskulatur ist dabei das A und O der Therapie bei Rückenschmerz“, versichert die Medizinerin. „Egal ob es Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik oder Ausgleichssport ist: Die Regelmäßigkeit der Aktivitäten ist entscheidend.“

Die Ursachen von chronischen Rückenschmerzen seien vielfältig, erklärt Dr. Irina Vonhof weiter. „Zum Teil sind es degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, also alters- oder belastungsbedingte Verschleißerscheinungen. Zum anderen spielen Bandscheibenvorfälle, Einengungen des Rückenmarkkanals, entzündliche und tumoröse Ursachen, manchmal aber ebenso psychosomatische Schwierigkeiten eine Rolle.“ Im Gegensatz dazu, gäbe es den akuten und unspezifischen Schmerz im Kreuz, sagt die Spezialistin. „Der betrifft in der Regel jüngere Menschen. Die Beschwerden werden meisten durch Blockierungen in der Lendenwirbelsäule oder des Kreuzdarmbeingelenkes ausgelöst.“

Wenn die ambulante Behandlung des Rückenschmerzes erfolglos bleibe, werden die Patienten zur stationären konservativen Therapie in die Klinik eingewiesen. „Aufgrund der erhobenen Befunde wird dann bei uns über die Art der Therapie entschieden und individuell auf den Patienten abgestimmt“, erläutert die Fachärztin. Es werde eine zielgerichtete konservative Therapie mit Schmerzmitteln, Krankengymnastik zur Kräftigung der Bauchund Rückenmuskulatur und eine Elektrotherapie eingesetzt.

„Die Patienten lernen aber auch einfache Übungen für zu Hause. Angestrebt wird das Fortführen der Therapie in Eigenregie. Denn eine regelmäßige Kräftigung und Dehnung der Rumpf-, Gesäß-, Bein- und Schultermuskulatur kann entscheidend dazu beitragen, dauerhaft schmerzarm oder auch schmerzfrei zu bleiben.“

FOTO: BERND HAMANN

Stand 17.06.2013 Quelle: NK130523