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Allgemeine Psychiatrie und Suchtmedizin

Station H11

Kranke mit akuten Psychosen und Selbst- und Fremdgefährdung werden auf der fakultativ geschützten Station H11 betreut. Bei diesen Syndromen handelt es sich meist um Psychosen aus der Gruppe der Schizophrenien, um schwere Depressionsformen, manische Erregungs- und akute Verwirrtheitszustände oder auch Psychosen mit selbstverletzendem Verhalten bei schweren Persönlichkeitsstörungen.

Die Betreuung dieser Patienten erfolgt durch Ärzte und Pflegepersonal nach einer abgestuften Risikobewertung von der geschützten Intensivpflege bis zur freien Regelbetreuung unter strenger Einhaltung fachbezogener Leitlinien, ethischer Normen und juristischer Bestimmungen. Obwohl die Psychopharmakotherapie bei diesen Patienten eine notwendige Behandlungsoption darstellt, wird die meiste Therapiezeit für psychotherapeutisch orientierte Einzel- und Gruppentherapien, die psychopathologische Diagnostik, Angehörigengespräche, die Zusammenarbeit mit den psychosozialen Diensten und die Klärung der sozialen Lebensverhältnisse sowie die zukünftige Wiedereingliederung in das familiäre und berufliche Umfeld aufgewendet.

Station H21

Auf der Station H 21 befindet sich der Behandlungsschwerpunkt für Abhängigkeitserkrankungen. Bei den überwiegend Alkoholkranken steht die qualifizierte Entzugsbehandlung im Vordergrund. Dabei handelt es sich nicht nur um eine fachärztlich geleitete körperliche Entgiftungstherapie mit einer diagnostischen Bestandsaufnahme der verschiedenen körperlichen Schädigungen, sondern um ein suchttherapeutisch qualifiziertes Vorgehen mit dem Ziel, die betroffenen Patienten und ihr Umfeld für eine Entwöhnungsbehandlung in einer geeigneten Rehabilitationseinrichtung zu motivieren. Keiner der Patienten bzw. der Patientinnen soll ohne „therapeutischen Auftrag“ in die Nach- und Weiterbehandlung entlassen werden. Deshalb arbeitet diese Station mit qualifizierten Beratungsstellen und Rehabilitationseinrichtungen, z.B. dem „Haus der Begegnung“, Einrichtungen der Caritas und der Luzin-Klinik in Feldberg zusammen.

Mitarbeitern dieser und anderer Suchteinrichtungen wird Gelegenheit gegeben, ihre Konzeptionen für die Entwöhnungsbehandlungen in der Klinik den Patienten und ihren Angehörigen vorzustellen und mit Patienten und Angehörigen zu sprechen. Zusammen mit der Suchthilfe GmbH der Diakonie und der Solidargemeinschaft e.V. wurde auch personell ein psychosoziales und therapeutisches Netzwerk gebildet.

Stand 18.06.2018