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Psychotherapie und Gerontopsychiatrie

Station H22

Die Station H 22 (Psychotherapie und Psychosomatik) hat den Behandlungsschwerpunkt für akute nichtpsychotische psychische Störungen mit neurotischen und psychosomatischen Syndromen, wie z.B. Anpassungs- und Persönlichkeitsstörungen und somatoformen Störungen. Auf dieser Station stehen psychotherapeutische und soziotherapeutische Behandlungsmethoden ganz im Mittelpunkt. Psychopharmaka brauchen nur in Ausnahmefällen und zur Krisenintervention eingesetzt werden. Den psychotherapeutischen Qualitätsanforderungen beim ärztlichen, psychologischen und Pflegepersonal wird auf dieser Station in besonderem Maße Rechnung getragen. Es werden sowohl psychodynamisch orientierte, als auch verhaltenstherapeutisch orientierte Verfahren zur Behandlung von Angststörungen, Zwangsstörungen, psychogenen Ess- und Schmerzstörungen, Anpassungsstörungen bei Depressionen und bei sog. Borderline-Persönlichkeitsstörungen zur Therapie genutzt.

Die stationäre psychotherapeutische Behandlung dient nicht nur der psychischen Stabilisierung der Patienten und der Symptomreduktion, sondern oft auch als Vorbereitung auf eine weiterführende ambulante psychotherapeutische Betreuung bzw. der Prüfung auf Psychotherapiefähigkeit.

Station H12

Auf der Station H 12 (Gerontopsychiatrie, fakultativ geschützt) werden älteren Menschen mit psychischen Problemen und Störungen behandelt. Dazu gehören Syndrome wie Verwirrtheitszustände, Demenzen, Altersdepressionen oder Anpassungsstörungen im höheren Lebensalter. Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Klinikums werden dabei voll genutzt. Die biopsychosozialen Bedingungen des psychischen Krankseins sind bei gerontopsychiatrischen Patienten besonders miteinander verkoppelt.

Häufig wird für die umfassende Behandlung älterer Menschen die internistische Fachkompetenz im Konsiliardienst benötigt, um die Alltagsfähigkeit des älteren psychisch Kranken wieder herzustellen. Dies bedeutet, dass manchmal dabei die Hilfe anderer Fachärzte, z.B. des Augenarztes oder ein neues Hörgerät notwendig ist. Da bei älteren Menschen oft mehrere Erkrankungen auftreten (Multimorbidität) ist die Zusammenarbeit verschiedener ärztlicher Fachrichtungen in Diagnostik und Therapie besonders wichtig.

Durch spezielle Pharmakotherapie, psychologisches Hirnleistungstraining und soziotherapeutische Hilfen und der Zusammenarbeit mit den Angehörigen als „Co-Therapeuten“ wird, oft zum Erstaunen Letzterer, die Entlassung in das familiäre Umfeld möglich.

In einigen Fällen geht es vor allen Dingen darum, den psychischen Zustand der Kranken soweit zu bessern, dass eine Betreuung in einem Senioren- oder Pflegeheim möglich wird.

Stand 18.06.2018