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Anästhesiologie und Intensivmedizin

Dienstzeiten 07:15 Uhr - 15:45 Uhr
Rotationen Anästhesiesprechstunde, Zentral-OP, Intensivstation (I21)
Bereitschaftsdienste Teilnahme auf Wunsch mit Freizeitausgleich möglich
Regelung der Studienzeit Eigenständige Planung
PJ-Seminar (Pflicht) Entsprechend dem aktuellen Aushang
Weitere Pflichtveranstaltungen Keine
Besonderheiten, Hinweise, Sonstiges Teilnahme am Weiterbildungs-Curriculum der Assistenzärzte, Teilnahme an der monatlichen Fortbildung der Klinik, Teilnahme am Anästhesie- und Intensiv-Stammtisch, kostenfreie Teilnahme am Workshop „Regionalanästhesie“, Reanimationstraining am Phantom

Ausbildungsziele

Fachspezifische Ausbildungsinhalte

  • Präoperative Visite
    • Erhebung und Bewertung der Anamnese, körperliche Untersuchung, Interpretation von Labor, EKG, Röntgenthoraxaufnahme, Lungenfunktionsuntersuchungen etc.
    • Auswahl des geeigneten Anästhesieverfahrens unter Berücksichtigung des individuellen Risikos des Patienten
    • Aufklärungsgespräch
    • Verordnung der Prämedikation
  • Anästhesieverfahren
    • Allgemeinanästhesie (Kurznarkose, balancierte Anästhesie, TIVA)
    • Spinal- und Epiduralanästhesie
    • Periphere Nervenblockaden (Single-Shot- und Kathetertechnik)
  • Monitoring im OP-Saal
    • Standardmonitoring: EKG, nichtinvasiver Blutdruck, Pulsoxymetrie, Kapnographie
    • Neuromuskuläres Monitoring (Relaxometrie)
    • Neurophysiologisches Monitoring (BIS)
    • Invasiver Blutdruck, ZVD
  • Venöse und arterielle Gefäßzugänge
    • Anlage peripherer Venenverweilkanülen bis zur Größe G12
    • Kanülierung der A. radialis und A. femoralis
    • Kanülierung der V. femoralis zur Anlage großlumiger Katheter (Shaldon)
    • Kanülierung der V. jugularis interna und der V. subclavia
  • Grundlagen der Atemwegssicherung (Maskenbeatmung, Larynxmaske, Intubation)
  • Einleitung, Überwachung und Steuerung von Narkosen
  • Narkosebeatmung, Jetventilation
  • Spezielle Anästhesiologie (Narkose in verschiedenen Altersgruppen und Fachgebieten)
  • Perioperative Infusionstherapie
  • Postoperative Überwachung im Aufwachraum
  • Postoperative Schmerztherapie einschließlich Qualitätssicherung (QUIPS)
  • Postoperative Visite
  • Grundlagen der intensivmedizinischen Behandlung
    • Aufnahme und Untersuchung von Patienten
    • Infusionstherapie, parenterale und enterale Ernährungstherapie, Immunonutrition
    • Interpretation von arteriellen/zentralvenösen Blutgasanalysen und Laborparametern
    • Antimikrobielle Chemotherapie (Antibiotika, Antimykotika), mikrobiologisches Monitoring, Entnahme von Material zur mikrobiologischen Untersuchung
    • Behandlung des Kreislaufversagens (erweitertes hämodynamisches Monitoring, vasoaktive Medikamente)
    • Behandlung der respiratorischen Insuffizienz (nichtinvasive und invasive Beatmung, Beatmungsformen, Lagerungstherapie, iNO)
    • Diagnostische Bronchoskopie beim invasiv beatmeten Patienten
    • Analgosedierung
    • Behandlung des Nierenversagens (kontinuierliche Nierenersatzverfahren)
    • Diagnostik und Behandlung verschiedener Krankheitsbilder
    • Schockformen und ihre Behandlung
    • Sepsis und Sepsistherapie
    • Polytraumamanagement
    • Reanimation und therapeutische Hypothermie
    • Transport von nichtbeatmeten und beatmeten Intensivpatienten
    • Ethik (Angehörigengespräch, Hirntod, Organ- und Gewebespende)
  • Kenntnisse im Umgang mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten entsprechend den Leitlinien der Bundesärztekammer, Durchführung des Bedside-Tests unter Supervision
  • Kenntisse in der Krankenhaushygiene
  • Standardhygiene
  • Hygiene im Fachbereich Anästhesiologie
  • Prophylaxe, Diagnostik und Therapie nosokomialer Infektionen
  • Multiresistente Bakterien und Isolierung von Patienten

Zu erbringende Leistungen

Die Studierenden durchlaufen die folgenden Ausbildungsstationen und sollen dabei folgende Leistungen erbringen:

8 Wochen Tätigkeit in der klinischen Anästhesie:

  • Präoperative Vorbereitung von Patienten in der Anästhesiesprechstunde: Durchführung der Prämedikationsvisite unter Supervision bei mindestens 20 Patienten
  • Anlage von Venenverweilkanülen
  • Erlernen der Maskenbeatmung und orotrachealen Intubation
  • Assistenz bei der Durchführung von Allgemeinanästhesien, Spinal- /Epiduralanästhesien und peripheren Nervenblockaden bei mindestens 20 Patienten (Handbeatmung, Einstellen und Durchführen einer maschinellen Narkosebeatmung)
  • Einleitung, Überwachung und Steuerung von Narkosen bei Patienten der ASA-Klassifikation I und II unter Supervision bei mindestens 20 Patienten (Maskennarkose bei mindestens 10 Patienten, Intubationsnarkose bei mindestens 10 Patienten, Planung der Infusionstherapie, Narkoseausleitung und Übergabe im Aufwachraum, Postoperative Anordnungen)
  • Überwachung von Patienten im Aufwachraum (Erwerb von Kenntnissen in der unmittelbaren postoperativen Versorgung, Erwerb von Kenntnissen in der postoperativen Schmerztherapie, Erwerb von Kenntnissen im Umgang mit Betäubungsmitteln)

8 Wochen Tätigkeit auf der Interdisziplinären Operativen Intensivstation (Station I21):

  • Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten in der intensivmedizinischen Behandlung von Patienten (siehe unter „Fachspezifische Ausbildungsinhalte“) ausschließlich unter Supervision
  • Aufnahme, Untersuchung und Betreuung von Patienten
  • Teilnahme an der täglichen Visite und Fallbesprechung
  • Teilnahme an der wöchentlichen Visite mit dem Mikrobiologen („Mikrobiologische Visite“)
  • Teilnahme an der täglichen Röntgenvisite
  • Transport von nichtbeatmeten und beatmeten Intensivpatienten
  • Erstellung von Tagestherapieplänen für kritisch kranke Patienten
  • Ein- und Ausfuhrbilanzierungen, Stickstoffbilanz des Patienten
  • Anlage intravasaler Katheter
  • Teilnahme an Einsätzen im Schockraum
  • Teilnahme an Einsätzen des innerklinischen Notfalldienstes
  • Erlangen von Kenntissen in der Krankenhaushygiene

Zusätzlich müssen diagnostische und therapeutische Verfahren angewendet werden. Aus dem nachfolgenden Katalog müssen einzelne Verfahren, die mit Punkten bewertet sind, in einem Umfang angewandt werden, dass mindestens eine Gesamtpunktzahl von 100 erreicht wird.

Verfahren (alle Verfahren erfolgen ausschließlich unter Supervision) Punktewert
Vollständige präoperative Vorbereitung eines Patienten* 1
Erfolgreiche Anlage einer peripheren Venenverweilkanüle* 1
Legen einer Magensonde einschließlich Lagekontrolle* 1
Durchführung eines Bedside-Tests (ABO-Identitätstest) unter direkter Aufsicht des transfundierenden Arztes* 1
Beatmung eines narkotisierten Patienten mit Gesichtsmaske 2
Erfolgreiche Platzierung einer Larynxmaske am narkotisierten Patienten 2
Erfolgreiche endotracheale Intubation eines narkotisierten Patienten 3
Ausleitung einer Narkose mit Larynxmaske oder Endotrachealtubus 3
Erfolgreiche Kanülierung der A. radialis in Seldinger-Technik 3
Erfolgreiche Kanülierung der V. femoralis in Seldinger-Technik 5
Erfolgreiche Kanülierung der A. radialis in Direktpunktion 5
Erfolgreiche Punktion der V. jugularis externa mit Venenverweilkanüle 5
Erstellen von 10 Tagestherapieplänen 5
Diagnostische Bronchoskopie beim invasiv beatmeten Patienten 5
Anlage eines zentralen Venenkatheters 5

(* bei diesen Verfahren können jeweils nur maximal 10 Punkte angerechnet werden)

Checkliste fachspezifisch zu erbringender Tätigkeiten und Fertigkeiten

  • Ablauf und Inhalt der präoperativen Visite
  • Vollständige präoperative Vorbereitung von ≥ 20 Patienten
  • Anlage von Venenverweilkanülen wird beherrscht
  • Legen von Magensonden und Lagekontrolle werden beherrscht
  • Narkosegeräte Primus, Pallas und Zeus (Funktionsprüfung und Bedienung)
  • Grundlegende Kenntnisse im Atemwegsmanagement wurden nachgewiesen
  • Einfache Maskenbeatmung wird beherrscht
  • Platzierung der Larynxmaske gelingt mehrheitlich
  • Einfache orotracheale Intubation gelingt sicher (Mallampati 1-2, CL 1)
  • Grundlegende Kenntnisse über Sedativa, Hypnotika, Opioide und Muskelrelaxanzien wurden nachgewiesen
  • Einleitung, Überwachung und Steuerung von ≥ 20 Narkosen (ASA I u. II)
  • Kanülierung der A. radialis mittels Seldinger-Technik gelingt mehrheitlich
  • Kenntnisse über die Betreuung von Patienten im Aufwachraum und die postoperative Schmerztherapie wurden nachgewiesen
  • Akkurate Untersuchung von kritisch kranken Patienten
  • Blutgasanalysen werden mehrheitlich korrekt interpretiert
  • Tagestherapiepläne werden mehrheitlich korrekt erstellt
  • Aktive Teilnahme an Visiten und Fallbesprechungen
  • Grundlegende Kenntnisse über Beatmung und Bedienung der Intensivbeatmungsgeräte Evita 4 und Servo 300 wurden nachgewiesen
  • Kenntnisse über Sepsis und Sepsistherapie wurden nachgewiesen
  • Kenntnisse über Schock und Schocktherapie wurden nachgewiesen
  • Transport von nichtbeatmeten und beatmeten Intensivpatienten
  • Training der Reanimation am Phantom
  • Gespräch über ethische Fragestellungen in der Intensivmedizin
  • Bed-side-Test, Leitlinien der Bundesärztekammer
  • Standardhygiene (Hygieneordnung, Händedesinfektion, Schleusen, Isolierung)

Weitere Informationen zu der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin erhalten Sie hier:

Stand 11.05.2016