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Klinik für Urologie

Chefarzt: Dr. med. Patrick E. Ziem

Die Klinik für Urologie bietet derzeit im Bereich der Prostatachirurgie die radikale retropubische Prostatektomie (offene Prostataentfernung) bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom an, insbesondere auch die Salvage-Prostatektomie (Operation nach Primärtherapie, z. B. Bestrahlung, Brachytherapie etc.). Bei günstig klassifizierten Befunden wird die extraperitoneoskopische endoskopische radikale Prostatektomie (minimal invasive Prostataentfernung; Schlüssellochtechnik) als Behandlungsmethode durchgeführt. Des Weiteren wird die Brachytherapie der Prostata angeboten (Therapie mit kleinen „Strahlen“, sogenannte Seeds).

In der Nierenchirurgie wird Wert auf Organerhalt gelegt. Dieses geschieht vorzugsweise retroperitoneal, bei günstig gelegenen Tumoren auch laparoskopisch (minimal invasiv). Größere Nierentumore werden transperitoneal (Operation durch den Bauchraum) per vollständiger Nephrektomie (Nierenentfernung) behandelt.

In der radikalen Zystektomie besteht aktuell eine Expertise in der Versorgung mit Ileumconduit (Urinableitung inkontinent mit Beutelversorgung) sowie ROTH-Pouch (kontinente Urinableitung mit Katheterisierung). Das Verfahren der Ileum-Neoblase (Urinableitung per „Kunstblase“ unter Erhalt der natürlichen Anatomie) befindet sich im Aufbau.

Im Bereich der Endourologie werden sämtliche gängige Verfahren inklusive ESWL, Mini-PNL, PNL, URS, flexible URS mit Laser oder Lithoclast (Stoßwellen, Entfernung durch direkte Punktion, Harnleiterspiegelung [starr/flexibel]) angeboten. Weiter verfügt die Klinik über ein bipolares TURis-System zur Resektion von Prostata und Blase. Auf Grund des Versorgungsvertrages verfügt die Klinik für Urologie über eine gute Expertise in der Notfallurologie.

Konservativ besteht zum 01.07.2013 eine Ermächtigungssprechstunde, insbesondere im Bereich der Uroonkologie, in der sämtliche Therapieverfahren bezüglich der entsprechenden urologischen Malignome angeboten werden.

Die Klinik für Urologie verfügt über eine Weiterbildungsbefugnis nach WBO 2005 von 60 Monaten und damit die volle Weiterbildung. Für die medikamentöse Tumortherapie besteht die vollständige Weiterbildung für 12 Monate.

Stand 20.03.2014