Patientin nach schwerem COVID-19-Verlauf in Reha

Klinikum kann erste Beatmungs-Patientin entlassen

Die Chancen standen viele Tage nicht gut für die 65-jährige Patientin, die fast 4 Wochen lang auf der für COVID-19-Patienten vorgehaltenen Intensivstation des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums lag und invasiv beatmet werden musste. Inzwischen lernt sie jedoch schrittweise, wieder selbstständig zu atmen und wurde wiederholt negativ auf das neuartige Coronavirus getestet. Am heutigen Montag ist sie die erste intensivpflichtige COVID-19-Patientin des Krankenhauses, die in eine Rehabilitationseinrichtung verlegt wurde, um wieder richtig auf die Beine zu kommen.

Oberärztin Janina Schluck und das gesamte Team der Isolierstation haben die Patientin aus der Region von Anfang an begleitet und den Kontakt zu den besorgten Kindern ständig gehalten. Gemeinsam mit der Familie freuen sich die Mitarbeitenden nun über die positive Entwicklung. Die bereits vorerkrankte Patientin machte den sehr schweren Verlauf der Erkrankung durch, von dem prozentual nur ein kleiner Teil der COVID-19-Patienten betroffen ist. Nicht nur die Lunge war durch die Krankheit stark angegriffen, es versagten mehrere Organe, da der Körper nicht nur gegen die Infektion durch das Virus, sondern auch gegen bakterielle Infektionen und eine Blutvergiftung ankämpfen musste. Man habe ein standartisiertes Therapieschema angewandt und damit Erfolg gehabt, so Dr. med. Knut Mauermann, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Da die Patientin inzwischen wiederholt negativ auf das Coronavirus getestet wurde, können Chefarzt Dr. med. Knut Mauermann und Oberärztin Janina Schluck ohne strenge Schutzausrüstung zu ihr ins Zimmer. Foto: DBK