Tropfen und Plakate erinnern an KZ-Außenlager

Zwei neue Ausstellungen im Klinikum

Unter dem Motto „Kunst im Zeichen der Erinnerung – Das KZ-Außenlager Neubrandenburg“ wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Neubrandenburg im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum bis Ende September ein Teil des Kunstwerkes „Tropfeninstallation“ der Künstlerin Imke Rust gezeigt. Mit den Tropfen erinnert sie an die rund 7000 weiblichen KZ-Häftlinge, die in Neubrandenburg inhaftiert waren und Zwangsarbeit leisten mussten. Verbunden mit dem Kunstwerk ist in der Galerie im Erdgeschoss des Klinikums eine Plakatausstellung, die über die Geschichte des Neubrandenburger KZ-Außenlagers informiert und die Schicksale Überlebender dokumentiert.

Im alten Foyer des Klinikums ist ebenfalls eine neue Ausstellung zu sehen. Der Neubrandenburger Maler und Grafiker Andreas Homberg, dessen Werke seit vielen Jahren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt werden, hat dafür Bilder ausgewählt, die gerade Teil einer Gemeinschaftsausstellung mit dem Bildhauer Rainer Kessel in der Kunstscheune Barnstorf waren.

Trotz der aktuellen Beschränkungen beim Betreten des Krankenhauses möchte das Klinikum professionellen und Laien-Künstlern eine Plattform bieten und Patienten, Mitarbeitenden und Besuchern eine kleine Kunst-Pause bei ihren Wegen durchs Haus.

Jeder Tropfen erinnert an einen der rund 7000 weiblichen KZ-Häftlinge im Neubrandenburger Außenlager.

Bilder von Andreas Homberg sind im alten Foyer des Klinikums zu sehen.