OP-Roboter inzwischen auch an der Lunge im Einsatz

Als erster Patient mit einer Lungen-OP mit Unterstützung des DaVinci-Roboters erhielt Holger Kleemann (Mitte) von Chefarzt Jörg Schumacher (rechts) und Oberarzt Prof. Dr. med. Yogesh Kumar Vashist wenige Tage nach dem Eingriff Blumen und Pralinen.

Schneller wieder fit dank minimal-invasiver Eingriffe

Wenige Tage, nachdem ihm eine Hälfte des linken Lungenflügels entfernt wurde, geht Holger Kleemann ausgedehnt spazieren, steigt Treppen und stellt dem Oberarzt, der ihn operiert hat, mutig die Frage: „Darf ich auch wieder ein bisschen Tischtennis spielen?“ Prof. Dr. med. Yogesh Kumar Vashist sieht das entspannt: „Alles, was Ihr Körper mitmacht, können Sie machen“, sagt der Chirurg. Nachdem der DaVinci-Xi-OP-Roboter am Klinikum seit seiner Inbetriebnahme im Sommer 2024 schon für verschiedene urologische, gynäkologische und chirurgische Eingriffe genutzt wird, kam er bei Holger Kleemann erstmals auch an der Lunge zum Einsatz. Für Prof. Vashist, seit kurzem als Oberarzt neu im Team der chirurgischen Klinik und des Lungenzentrums Mecklenburgische Seenplatte, war es jedoch keineswegs eine Premiere. Er hat die Methode bereits vielfach angewendet. Diese Erfahrung kommt nun auch dem DBK und den Patienten der Region zugute.

Holger Kleemann hatte sich auf einen längeren Krankenhaus-Aufenthalt eingestellt. Erst nach der Aufnahme wurde dem 76-Jährigen die Möglichkeit einer roboterassistierten Operation angeboten. Er habe nicht gezögert, sagt er. Und dank des minimal-invasiven Verfahrens durfte er schon nach drei Nächten nach Hause.

Inzwischen konnten weitere Patienten mit einem Tumorbefund an der Lunge mit Unterstützung des DaVinci-Roboters operiert werden. Die gesamte Operation kann über vier 1 bis 2 Zentimeter große Schnitte erfolgen. Dabei bedient der Operateur die robotischen Instrumente von einer Konsole aus, der Roboter ist sozusagen der verlängerte Arm des Operateurs. Das Operationsfeld sieht er mehrfach vergrößert auf einem Bildschirm in der Konsole.

Dr. med. Wolfram Klemm (r.) und Prof. Dr. med. Yogesh Kumar Vashist (l. u. kl. Bild an der Konsole) bei einer roboterassistierten Lungenresektion.